Zurück zur Startseite

10. März 2012

Clara-Zetkin-Preis für Esther Bejerano und Stay

Esther Bejerano, Auschwitz-Überlebende, Antifaschistin und Künstlerin, erhielt den diesjährigen Clara-Zetkin-Preis für ihr Lebenswerk, aus der Hand von Beate Klarsfeld. Das Düsseldorfer Projekt "Stay" erhielt den Preis für ihre Arbeit mit und für illegalisierte schwangere Frauen, die um sich und ihr Kind kämpfen immer unter der Drohung von Entdeckung und Abschiebung

Langanhaltender Beifall, die Besucherinnen und Besucher standen auf: Esther Bejerano, Auschwitz-Überlebende, Ehrenpräsidentin der VVN-BDA, Musikerin erhielt in diesem Jahr den Clara-Zetkin-Ehrenpreis für ihr Lebenswerk, für ihr Leben als Antifaschistin und als Überlebende, die  nicht locker lässt, jungen Menschen über die Gräuel des Nationalsozialismus zu berichten und antifaschistische Arbeit zu unterstützen. Die Laudatio hielt Beate Klarsfeld, Präsidentschaftskandidatin der Linken, Antifaschistin, die ihr politisches Leben dem Kampf gegen Nazis und der Verfolgung der Täter veschrieben hat. Die beiden Frauen haben sich zum ersten Mal persönlich getroffen und hatten sich eine Menge zu erzählen.

Zuvor, nicht weniger gefeiert, hat das Düsseldorfer Projekt „Stay“ den Clara-Zetkin-Preis 2012 bekommen. Das Projekt unterstützt illegalisierte schwangere Frauen, vermittelt kostenlose medizinische Betreuung und betreibt intensive Öffentlichkeitsarbeit über die Lage Illegalisierter in der Bundesrepublik. Auch die anderen für den Frauenpreis nominierten Projekte freuten sich, bedeutet das doch vor allem Anerkennung für ihre feministisches, antirassistisches und gesellschaftspolitische Arbeit. Entsprechend gut war dann auch die Stimmung, angeheizt von der venusbrass-Band, die auch die 87-jährige Esther Bejerano dazu verleitete, mit dem Präsidenten der VVN-BDA, Heiner Fink, das Tanzbein zu schwingen.

Der Clara-Zetkin-Preis ist gestiftet vom Parteivorstand DIE LINKE. Ein unabhängige Jury hat über die Auszeichnung der Projekte entschieden. Der Parteivorstand selbst hat einstimmig beschlossen, Esther Bejerano für ihr Lebenswerk zu ehren.

 

Text: Katina Schubert / Fotos: Katina Schubert, Elke Breitenbach, Sandra Kaliga