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13. Juli 2012

Die Mutmacher aus der Stillen Straße

Auch nach zwei Wochen Besetzung ist es keinen Deut ruhiger geworden um und für die Seniorinnen und Senioren in der Stillen Straße. Kamerateams, Journalistinnen und Journalisten wuseln den ganzen Tag um sie herum und lassen sich durch das Haus führen. Geduldig und nach wie vor engagiert beantworten sie die immer wieder gestellte Frage nach dem Motiv für ihre aufsehenerregende Aktion: »Wir brauchen die Gemeinschaft und wollen uns nicht auseinanderreißen lassen. Und wir wollten nicht einfach widerstandslos hinnehmen, was da, ohne mit uns ernsthaft darüber zu sprechen, über unsere Köpfe hinweg entschieden wurde.«

Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb jeden Tag nicht nur die Medien, sondern auch viele einfache Menschen den Besetzerinnen und Besetzern einen Besuch abstatten. Viele kommen um ihnen ihre Solidarität zu versichern und zu sagen, wie klasse sie die Aktion finden. Sie wollen den BesetzerInnen in der Stillen Straße Mut machen, doch man spürt in diesen Momenten, dass diese alten Menschen selbst für viele Andere zu Mutmachern geworden sind.

Da auch in der Sillen Straße die alte Besetzerregel »Ohne Mampf kein Kampf« nichts von ihrer Gültigkeit verloren hat, haben am Freitag einige LINKE, darunter Elke Breitenbach und Klaus Lederer, den Küchendienst übernommen und Mittagessen für alle gekocht. Auch als Dankeschön für die Einladung zum Grillfest in der Woche zuvor. So gab es Pasta mit Gemüsesoße und knackigen Salat für alle. Und wie sich das in einem solidarischen und gastfreundlichen Haus gehört, wurden gleich alle, die gerade da waren, dazu eingeladen. So kamen auch die Menschen von der Presse zu einem guten Mittagessen.