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27. August 2012

Uffmucken Schöneweide

Mehrere hundert Menschen waren dem kurzfristigen Aufruf des Treptow-Köpenicker Bündnisses "Uffmucken Schöneweide" gefolgt und haben am S-Bahnhof Schöneweide gegen Rassismus und Neofaschismus demonstriert.

Anlass waren die gewalttätigen Angriffe auf Parteibüros der SPD und der LINKEN und auf das Wohnhaus des LINKEN-Bezirksverordneten Hans Erxleben. "Euer Hass ist unser Ansporn", rief Hans Erxleben aus und versicherte den in der Nähe rumlungernden Nazis, sich von ihnen nicht einschüchtern zu lassen. VertreterInnen antirassistischer und antifaschistischer Gruppen sowie Bezirksbürgermeister Igel, Linksfraktionschef Udo Wolf und weiteren Rednerinnen und Redner von SPD, Grünen unterstrichen die Notwendigkeit, die Zivilgesellschaft gegen Rassismus und Rechtsextremismus weiter sensibilisieren und stärken zu müssen. Noch immer kommt Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft und noch immer sind staatliche Stellen zu wenig in der Lage und/oder bereit, sich dem Kampf gegen rassistisches und rechtsextremes Gedankengut zu stellen. Das Versagen der Sicherheitsbehörden im Fall des NSU und die tiefe Verstrickung einzelner in den NSU-Sumpf unterstreichen, wie viel noch zu tun ist, um "Nazis raus aus den Köpfen" zu jagen.