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4. Mai 2013Hanftag

Umdenken im Umgang mit Hanf und Cannabis

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Am Samstag, den 4. Mai 2013 demonstrierten weltweit Menschen im Rahmen des Global Marijuana Marchs für ein gesellschaftliches Umdenken im Umgang mit Hanfprodukten. Auch in Berlin gingen zahlreiche Freunde des Hanfs am Brandenburger Tor auf die Straße um für die Legalisierung von Cannabis und gegen die Kriminalisierung von Konsumierenden gemeinsam ein Zeichen zu setzen – darunter auch unser Landesvorsitzender Klaus Lederer sowie Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik der Berliner LINKEN. Der Aktionstag findet jedes Jahr im Mai statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto »Meine Freizeit ist meine Freihight«.

Im Mittelpunkt des Protestes steht nicht nur die Forderung nach einer Legalisierung, sondern genauso die Problematik von Drogenkriegen. Tag für Tag kosten diese unzähligen Menschen das Leben und sie kosten viele Milliarden an verschwendeten Steuergeldern, die zur Verfolgung von Konsumierenden aufgewendet werden. Gerade in Berlin erleben wir unter der SPD/CDU-Regierung eine zunehmend repressive Drogenpolitik, die darauf abzielt, Konsumierende schlicht als Kleinkriminelle zu betrachten und dementsprechend zu verfolgen. Die dafür aufgewendeten Steuergelder könnten in vielfacher Weise sinnvoller eingesetzt werden, so zum Beispiel im Bereich der Aufklärung, Prävention und Gesundheitsversorgung – denn gerade Cannabis ist nicht nur ein Rausch- sondern auch ein Heilmittel. Umso passender war es auch, dass zum selben Zeitpunkt und am selben Ort eine Protestveranstaltung von Menschen mit Behinderung und körperlichen Beeinträchtigungen unter dem Motto »Ich bin entscheidend« stattfand. DIE LINKE bleibt dabei: Eine sinnvolle Drogenpolitik muss ein wichtiger Bestandteil einer präventiven, aufgeklärten und sachlichen Gesundheitspolitik und Teil eines verantwortungsbewussten Jugend- und Verbraucherschutzes sein. Wir fordern ein Umdenken in Politik in Gesellschaft über den Umgang mit Cannabis und ihren Konsumierenden und wollen einen selbstbestimmten, selbstverantwortlichen und regulierten Umgang mit Cannabis ermöglichen.

Ein Bericht der LAG Drogenpolitik der LINKEN Berlin (http://drogs.die-linke-berlin.de)
 lag.drogenpolitik@die-linke-berlin.de