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7. Juni 2015

Bundesparteitag:

Der emotionale Höhepunkt des Bundesparteitags war auch zugleich sein Schlusspunkt: Gregor Gysi kündigte an, im Oktober nicht erneut als Vorsitzender der Bundestagsfraktion zu kandidieren. Und er verband das mit einer sehr persönlichen und politischen Rede. Bei seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden entschuldigte er sich für die viele Zeit, die er nicht mit ihnen verbringen konnte, in der er sich nicht kümmern konnte.

Uns als Partei schrieb er ins Stammbuch aus der wachsenden Zustimmung für DIE LINKE, aus dem gestiegenen gesamtgesellschaftlichen Akzeptanzgewinn mehr politische Durchschlagkraft zu gewinnen, um die Gesellschaft hier und in der Welt zu verändern, sie sozialer, gerechter, friedlicher und demokratischer zu machen. Und er betonte, dass DIE LINKE dazu bereit sein muss, die gesamte Klaviatur politischen Handelns zu spielen und parteiinterne Grabenkämpfe beiseite zu legen.

Viele Minuten lang stand der Parteitag und applaudierte Gregor Gyis, wohl wissend, dass eine neue Ära in der Parteigeschichte beginnen wird, die alle Genossinnen und Genossen, gerade aber FunktionärInnen und MandatsträgerInnen vor eine hohe Verantwortung stellt. Viele mussten denn auch zumindest schlucken oder schämten sich ihrer Tränen nicht. (Gregors Rede zum nachlesen und zum nachschauen)

Die Berliner LINKE weiß, was sie Gregor Gysi zu verdanken hat, der seit 25 Jahren immer auch hier als Spitzenkandidat und direkt gewählter Abgeordneter die Partei vorangetrieben hat. Er geht uns nicht verloren. Er bleibt Bundestagsabgeordneter und wird sich jetzt noch mehr um seinen Wahlkreis Treptow-Köpenick kümmern mehr

Am Tag zuvor hat der Parteitag sich intensiv mit den Herausforderungen in diesem und im nächsten Jahr befasst und mit großer Mehrheit den Leitantrag »Für eine starke LINKE – Für Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit – Wahlerfolge 2016 organisieren« beschlossen. Da auch wir im kommenden Jahr wie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Wahlen haben, erhoffen wir uns auch von dieser Beschlussfassung Rückenwind aus der ganzen Partei.

Desweiteren hat der Parteitag sich mit dem Für und Wider eines bedingungslosen Grundeinkommens befasst und sodann beschlossen, dass wir zunächst nichts beschließen, sondern weiter diskutieren. Breite Unterstützung fanden indessen die neuen Kommunalpolitischen Leitlinien der Partei DIE LINKE.

Auch mit der aktuellen Situation vor den Parlamentswahlen in der Türkei befasste sich der Parteitag und drückte unserer Partnerpartei HDP unsere volle Solidarität gegen die massiven Angriffe aus. Solidarisch zeigte sich der Parteitag auch mit den Arbeitskämpfen der ErzieherInnen, der PostlerInnen und der Pflegekräfte an der Charité. Alle Beschlüsse, Reden und Fotos findet ihr auf der Parteitagsseite.

Die Berliner Delegation – wie immer konzentriert
Szenen

Weitere Bilder findet ihr hier