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20. Juni 2015

Flüchtlinge willkommen!

Den 20. Juni haben die Vereinten Nationen alljährlich zum Tag des Flüchtlings ausgerufen. 60 Millionen Flüchtlinge sind weltweit unterwegs, so viele wie noch nie, seitdem das Hohe Flüchtlingskommissariat der UNO angefangen hat, die Zahl der Flüchtlinge aufzunehmen. Und es werden angesichts der internationalen Krisenentwicklungen mit Sicherheit nicht weniger.

Die EU tut jedoch immer noch so, als könnte sie die Flüchtlinge von ihrem Territorium fernhalten, wenn man nur die rassistische Abschreckungsmaschinerie weiter am Laufen hält, die Grenzen weiter dicht macht und das Massensterben im Mittelmeer zu einem Krieg gegen die Flüchtlinge missbraucht.

Und die EU weiß Teile der Bevölkerung hinter sich. Der Ausgang der dänischen Parlamentswahlen letzte Woche sind letztes Zeugnis einer rassistischen Grundstimmung in Teilen der Bevölkerung. Aber große Teile sind auch nicht einverstanden, auch hier in Deutschland nicht.

Zum 20. Juni hat deshalb das Bündnis für ein bedingungsloses Bleiberecht gemeinsam mit der Linken und antirassistischen Gruppen zu einer großen Kundgebung für die Rechte der Flüchtlinge, für eine Willkommen und eine schnelle Eingliederung in das gesellschaftliche Leben, für Gleichberechtigung und offene Grenzen für Menschen in Not eingeladen.

Viele Bands haben das Projekt unterstützt, darunter Großkaliber wie Kraftclub aber auch die Refugeeband Antinational Embassy, die sich aus der Besetzung der Gerhart-Hauptmann-Schule heraus gegründet hat.

Einer unter vielen Rednerinnen und Rednern war Gregor Gysi, der in einer der kürzesten Reden seiner Karriere an Prägnanz nicht zu übertreffen war: Flüchtlinge willkommen, Fluchtursachen bekämpfen: Armut, Elend, Krieg war seine Botschaft unter großem Beifall der Anwesenden.

Das Wetter hätte besser sein können. Die Stimmung war gut. 

Fotos: Frank Schwarz

Fotos: Katina Schubert