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31. August 2015

Frist oder stirb?

Praktikum auf Praktikum, befristete Arbeitsverhältnisse, Jobhopping von einem befristeten zum nächsten befristeten Arbeitsverhältnis - das ist für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere für junge Menschen, bitte Realität.

Das ist belastend: Wer nicht weiß, ob er oder sie im nächsten Jahr noch entsprechend verdient, tut sich schwer, Versicherungsverträge zur Alterssicherung abzuschließen, die einem seit der Teilprivatisierung der Alterssicherung angepriesen wird. Familienplanung oder Investitionen, die auf lange Sicht finanziert werden müssen, sind kaum möglich.

Das schränkt die Menschen in ihren Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und Selbstbestimmung massiv ein. Befristete Beschäftigungsverhältnisse sind kein Sprungbrett auf Dauerarbeitsplätze. Nur weniger als ein Drittel der befristet Beschäftigten wird irgendwann übernommen. Jede zweite Neueinstellung ist heute befristet. Die Befristerei hat vor allem einen Sinn: Einseitige Flexibilität der Unternehmen auf Kosten der Beschäftigten durchzusetzen und sie durch die Angst vor Jobverlust erpressbar zu machen.Die vielen befristeten NachwuchswissenschaftlerInnen, ErzieherInnen, VerkäuferInnen und PflegerInnen können ein Lied davon singen.

Arbeiten ohne Dauerstress und Angst, eine planbare Zukunft. Das muss drin sein. Dafür haben wir heute eine bundesweite Unterschrifteninitiative gestartet. Die Unterschriftenaktion geht jetzt über mehrere Wochen. Dazu gibt es auch eine Reihe von Veranstaltungen. Näheres findet ihr zum Beispiel hier.