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Heute früh gab es eine für viele freudige Überraschung auf fünf Berliner S-Bahnhöfen: Der DGB verteilte mit vielen ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen Informationsmaterial zum gesetzlichen Mindestlohn. Mit dabei auch etliche Mitglieder der Berliner Linken wie der Landesvorsitzende Klaus Lederer, die stellvertretende Vorsitzende Elke Breitenbach und die Geschäftsführer*innen von Fraktion und Partei, Steffen Zillich und Katina Schubert

Seit dem 1. Januar ist das Gesetz zum gesetzlichen Mindestlohn in Kraft. Menschen ab 18 Jahre dürfen jetzt in der Regel keine Löhne mehr unterhalb von 8.50 Euro bekommen. Es sei denn, sie fallen unter die verschiedenen Ausnahmeregelungen, die die schwarz-rote Regierungskoalition beschlossen hat. So bleiben allgemeinverbindliche Tarifverträge, die niedrigere Löhne vorsehen, noch bis 2017 in Kraft. Langzeitarbeitslose bleiben erst mal vom Recht auf Mindestlohn ausgeschlossen. Sie müssen erst sechs Monate gearbeitet haben. Und Minderjährige, Auszubildende und Pflicht-PraktikantInnen haben ebenfalls kein Recht auf Mindestlohn. Bei freiwilligen Praktika gilt eine Wartefrist von drei Monaten. Auch für Zeitausträger*innen gelten Sonderregelungen.

Es gibt jetzt schon Fälle, wo Arbeitgeber*innen versuchen, den Mindestlohn zu unterlaufen, Beschäftigte unter Druck setzen, damit sie nicht auf die Zahlung des Mindestlohns pochen. Deshalb ist es zentral wichtig, dass die Beschäftigten ihre Rechte kennen und wissen, wie sie sie durchsetzen können. Der DGB hat deshalb eine Mindestlohn-Hotline eingerichtet, wo sie sich bis Ende März informieren und Rat holen können, wenn ihnen der Mindestlohn vorenthalten wird: 0391/4088003

Auf der Seite www.mindestlohn.de sind die wichtigsten Informationen, Fragen und Antworten zusammen gestellen. Hier finden sich auch Anlaufstellen, wo man um Rat und Tat nachsuchen kann.