Zurück zur Startseite
18. März 2016

Equal Pay Day

Unser Spitzenkandidat Klaus Lederer hat heute gemeinsam mit den Bundestagsfraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sowie mit unseren Berliner Bundestagsabgeordneten Petra Pau und Gesine Lötzsch und vielen weiteren Genossinnen und Genossen an einer Aktion zum Equal Pay Day teilgenommen.

Rechnet man den durchschnittlichen Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen von knapp 22 Prozent in Tage um, haben Frauen bis zum 19. März dieses Jahres umsonst gearbeitet. Diese Ungleichbehandlung muss endlich beendet werden.

Die Blumen sind welk, das Lächeln verschwunden, die Sonntagsreden gehalten – der Frauentag ist vorbei. Was bleibt ist ein Arbeitsalltag für Frauen, der in der Realität kaum etwas mit den Wünschen zum 8. März gemein hat: Frauen bekommen im Durchschnitt noch immer rund 22 Prozent weniger Lohn für gleichwertige Arbeit, Frauen sind überdurchschnittlich in Care-Berufen beschäftigt, die von der Gesellschaft weder hinreichend wertgeschätzt noch bezahlt wird, Frauen sind überdurchschnittlich von prekärer Beschäftigung, Befristung und Leiharbeit betroffen. Das Risiko von Armut betrifft deutlich mehr Frauen als Männer.

Deutschland ist damit weiterhin Schlusslicht – und das nehmen wir nicht hin. Der Equal Pay Day, der Tag der Entgeltgleichheit, markiert eindrücklich die Ungleichbehandlung von Frauen. Es ist an uns, diese Ungleichbehandlung täglich zu benennen und gegen sie zu kämpfen. Auf der Straße, wie bei Aktionen heute vor dem Brandenburger Tor in Berlin, und in den Parlamenten.

Das lange versprochene Entgeltgleichheitsgesetz der Bundesregierung lässt weiter auf sich warten und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Schaffung von Gehaltstransparenz. Damit bereitet man der staatlich geduldeten Diskriminierung von Frauen und Frauenerwerbsarbeit jedoch kein Ende.

Mit der Durchsetzung ihrer Rechte werden die Frauen weiter allein gelassen. Deswegen fordert DIE LINKE strukturelle Veränderungen, um das Recht auf Lohngleichheit endlich durchzusetzen und sogenannte Frauenarbeit aufzuwerten.