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26. März 2015Jürgen Hofmann

Befreiung oder Niederlage?
Neue Auseinandersetzungen um einen alten Streit

Bearbeitete und gekürzte Fassung des Referats
auf der Wissenschaftlichen Konferenz in Schneeberg
am 8. Mai 2005.

Am 21. April 1950 erklärte die Provisorische Volkskammer der DDR auf ihrer 15. Sitzung den 8. Mai zum »Tag der Befreiung« und zum Nationalfeiertag. Dieser Tag sollte, so Innenminister Karl Steinhoff (SED) in seiner Begründung zur Drucksache, als Tag des Dankes, der Besinnung und der Rechenschaft begangen werden, da der Faschismus von außen zerschlagen werden musste und das deutsche Volk selbst Anteil an den Ereignissen seit 1933 hatte. Der Vorsitzende der LDPD, Hermann Kastner, sah eine wesentliche Aufgabe dieses Feiertages darin, nach den Ursachen zu fragen, »dass der deutsche Name der Welt so verhasst sein musste«. Diese Fragestellung wollte er »in die Herzen der Jugend hineinpflanzen«1. Im gleichen Zusammenhang wurde der 7. Oktober als »Tag der Republik« zum Feiertag erhoben. Beide Tage seien »Marksteine in unserer neuen deutschen Geschichte«2, hieß es in der Präambel zum betreffenden Gesetz. Mit der Betonung des Zusammenhangs zwischen 8. Mai 1945 und 7. Oktober 1949 hatte der zweite deutsche Staat recht früh sein offizielles Selbstverständnis fixiert. Dies wird in der kritischen Rückschau inzwischen oft als »verordneter Antifaschismus« abgetan. Es war aber ungeachtet mancher Einwände zugleich ein Angebot zur Identifikation, eine Messlatte an der sich persönliche Erfahrung angleichen oder auch reiben konnte. Die damaligen Begründungen lassen auch noch nichts von der später in der DDR üblichen Einordnung unter die »Sieger der Geschichte« ahnen.

In der Bundesrepublik Deutschland dominierten die Klagen über Vertreibung und deutsches Leid die offiziellen Stellungnahmen zum Mai 1945. Am 20 April 1955 empfahl ein eigens eingesetzter Ausschuss der Bundesregierung den 8. Mai mit dem geplanten »Tag der Souveränität« au.a.lass des Inkrafttretens der Pariser Verträge zu verbinden, da am »Tag der zehnjährigen Wiederkehr der Kapitulation und des endgültigen Zusammenbruchs, ohnehin nicht stillschweigend vorbeigegangen werden sollte« und dem 8. Mai dadurch »ein neuer politischer Gehalt gegeben werden könnte«3. Noch 1970 widersprachen die Geschäftsführenden Vorstände der Landsmannschaften Ost- und Westpreußens der Empfehlung, »sich an den Zustand der Kapitulation zu gewöhnen« und betonten, dass »die Kapitulation kein Alibi für eine Status-quo-Politik« sei.4 Es dauerte vier Jahrzehnte ehe der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner weltweit beachteten Rede offiziell dazu aufforderte, den 8. Mai 1945 unbeschadet widersprüchlicher persönlicher Erfahrungen auch als Tag der Befreiung zu begreifen und den Januar 1933 mit seinen dramatischen Folgen in die Bewertung einzubeziehen.5 Weizsäckers Aufforderung, den Mai 1945 neu zu bedenken, stieß 1985 und danach auf erheblichen Widerspruch. Die Gesellschaft der Bundesrepublik hatte sich mehrheitlich in der Tradierung von Kapitulation und Niederlage eingerichtet.

Die Bewertung des Mai 1945 und die Akzeptanz der Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges wurde zudem in der Bundesrepublik über Jahrzehnte von der offiziellen Rechtskonstruktion beeinträchtigt, nach der das Deutsche Reich fortexistierte. Diese Konstruktion und darau.a.geleitete revanchistische Ansprüche mussten sich zwangsläufig auf die Reflexion des Zweiten Weltkrieges und seiner Ergebnisse auswirken. Nachdem die Provisorische DDR-Regierung 1950 das Abkommen über die Grenze mit der Volksrepublik Polen unterzeichnet hatte, war das für Bundeskanzler Konrad Adenauer Anlass, Gespräche mit den Vertretern des anderen deutschen Staates zu verweigern, da »diejenigen, die auf das deutsche Gebiet östlich der Oder und Neiße ... Verzicht geleistet haben, nicht legitimiert erscheinen, von einer Wiedervereinigung Deutschland zu sprechen«6. Selbst die Ostverträge in den siebziger Jahren galten manchem noch als Verzichtspolitik und Vaterlandsverrat. Die CDU/CSU-Mehrheit des Bundesrates machte 1972 zwölf Bedenken gegen die Ostverträge geltend, die u.a. auch die Oder-Neiße-Linie betrafen. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte den Klägern daraufhin in seinem Urteil vom Juli 1975, dass die Gebiete östlich der Oder und Neiße nicht aus der rechtlichen Zuständigkeit Deutschlands entlassen seien. Noch im Rahmen der Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands taten sich Politiker der Bundesrepublik schwer, einen Schlussstrich unter Gebietsansprüche zu ziehen.7

Aktuelle Auseinandersetzungen um den 8. Mai 1945 zeigen, dass die Diskussion um seine Bewertung noch längst nicht abgeschlossen ist. Die Debatte um die Entschädigung der Zwangsarbeiter und die Empörung über die Offenlegung der Verbrechen der Wehrmacht8 zeigten: Der Wunsch nach Relativierung und Entlastung der Erinnerung ist keineswegs nur ein Anliegen politischer Einzelgänger.

Immer wieder entzündet sich die Diskussion um die weitverbreitete Kennzeichnung des Mai 1945 als Kriegsende. Die Absicht dieser neutralisierenden Bezeichnung ist unschwer zu erkennen. In der Tat war der Mai 1945 für Europa das »Kriegsende«. Insofern ist dagegen nichts einzuwenden. Dennoch beantwortet diese Kennzeichnung nicht die Frage nach der Bewertung des Ereignisses. Das Problem ist nicht, ob der Begriff »Kriegsende« für den Mai 1945 richtig oder falsch ist, sondern ob damit eine Bewertung umgangen werden soll oder nicht. Die Frage der Bewertung kann aber nicht ausgeklammert werden. Die vorausgegangene existentielle Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch den deutschen Faschismus und seine Verbündeten spricht gegen eine wertneutrale Kennzeichnung des Jahres 1945.

Inzwischen geht es in der deutschen Debatte längst nicht mehr darum, ob der Mai 1945 als »Befreiung« oder »Niederlage« zu verstehen ist. Diese Fragestellung hat die Generation der Beteiligten über Jahrzehnte bewegt. Sie wurde vom Kalten Krieg genährt und Bestandteil des deutsch-deutschen Gegensatzes in der Erinnerungskultur, der noch nicht eingeebnet ist. Seit einigen Jahren scheint sich jedoch ein Paradigmenwechsel abzuzeichnen. Die Kennzeichnung des Mai 1945 als Befreiung wird von maßgeblichen Politikern der Bundesrepublik Deutschland neuerdings bejaht bzw. nicht mehr generell in Frage gestellt. Eine kritische internationale Öffentlichkeit hat zu mehr Bedacht genötigt. Dies war den meisten Stellungnahmen zum 60. Jahrestag der Befreiung zu entnehmen. Stattdessen wird der Mai 1945 in den Kontext der Ereignisse von 1989/90 gestellt. Diese Konstruktion ermöglicht eine zweifache Relativierung des Mai 1945. Zum einen soll seine Bedeutung aus dem Blickwinkel der Jahre 1989/90, die als die eigentliche »Befreiung Europas« interpretiert werden, relativiert werden. Zu.a.deren wird die Kennzeichnung als Befreiung im vollen Umfang nur Westeuropa zuerkannt. »Die Befreiung war nicht Freiheit für alle«9, formulierte Angela Merkel in ihrem Interview für »Die Zeit« vom 14. April 2005.

Befreiung ja, aber nicht für den Osten, lautet die neue Formel. Sie wird auch von einflussreichen Zeithistorikern bedient. Jahrzehntelang habe die sowjetische Geschichtspropaganda »den Sieg der Roten Armee über die Wehrmacht als ›gesetzmäßig‹ und als Legitimation für den Sowjetkommunismus sowie den sowjetischen Imperialismus gefeiert. Ihr Verstummen«, so ist in der neuesten Auflage von Gebhardts Handbuch der deutschen Geschichte zu lesen, »hat den Weg zu neuen Perspektiven und Bewertungen der Geschichtsschreibung eröffnet.«10 Erst der Umbruch im sowjetischen Imperium habe die Erfüllung des Potsdamer Abkommens ermöglicht. Die Aufforderung zum Geschichtsrevisionismus ist nicht zu übersehen. Neu ist die Unterscheidung zwischen »zwei sehr unterschiedlichen Arten« der Befreiung Europas nicht. Dieses Deutungsmuster gehörte bereits in den 1990er Jahren zu den konzeptionellen Leitideen des »Schwarzbuches des Kommunismus«.11

Den Neuinterpretationen des Kriegsendes 1945 aus dem Blickwinkel des Umbruchs von 1989/90 gemeinsam ist der unhistorische Ansatz. Das Ergebnis der Systemauseinandersetzung am Ausgang des vorigen Jahrhunderts wird zum Maßstab der Bewertung erhoben und damit faktisch auf 1945 rückprojiziert. Dabei geraten die Unterschiede aus dem Blick, die die jeweilige historische Situation kennzeichneten. Es war die Abwehr einer existentiellen Bedrohung der menschlichen Zivilisation, eben die Befreiung vom Faschismus, die den Kern der Ereignisse 1945 ausmachten. Die bipolare Welt und der Systemwettbewerb sowie die mit ihm verbundenen Phasen der Konfrontation und begrenzten Kooperation entfalteten sich erst nachdem die Bedrohung durch den Faschismu.a.gewendet war. Der Sozialismusversuch des 20. Jahrhunderts hat trotz seines Scheiterns den Zusammenbruch der Kolonialsysteme sowie den sozialen Fortschritt befördert und beschleunigt. Es ist zu kurz gegriffen, wenn die Weltgeschichte ausschließlich vom Ende des Realsozialismus her definiert wird. Das die heutige Welt kein Idealzustand und Endstadium ist, dürfte angesichts anhaltender Krisen und dramatischer sozialer Verwerfungen schwer zu bestreiten sein. Die Beseitigung der Gefahr faschistischer Allmacht und Weltherrschaft war keine Zwischenetappe im Wettbewerb unterschiedlicher Gesellschaftsentwürfe, sondern die Voraussetzung, dass sich dieser Wettbewerb entfalten konnte. Totalitarismustheoretische Vergleiche kranken häufig daran, die gravierenden Unterschiede zu vernachlässigen, die faschistische und sowjetische Gesellschafts- und Herrschaftssysteme trennen.

Der Verweis auf die repressiven Herrschaftspraktiken in der Sowjetunion ändert nichts an ihren Verdiensten um die Niederschlagung des deutschen und japanischen Faschismus. Es gehört zum Paradoxon, dass die Befreiung vom NS-Regime vor allem einem Staat zu danken ist, der sich im Innern repressiver Praktiken bediente. Das passt nicht in eindimensionale Betrachtungsweisen. Das Denken in Widersprüchen und Ambivalenzen ist gefordert. Beim heutigen Kenntnisstand des stalinistischen Terrors können diese Probleme nicht ausgeklammert werden. Die Hauptfront der militärischen Auseinandersetzung mit dem Faschismus verschiebt sich deswegen aber nicht nach Westeuropa.

Vor dem Hintergrund der Erinnerungsschlachten sind noch einige Bemerkungen zum Thema Erzähl- und Erinnerungsmuster angebracht. Viele der sehr publikumswirksam inszenierten Beiträge befördern bewusst oder unbewusst Selbstentschuldungslegenden. Da ist von »Hitlers Krieg«, von »Hitlers Generalen«, von »Hitlers Managern« die Rede. Die Spitzen des verbrecherischen NS-Regimes werden unter Betonung ihrer Privatsphäre dem Publikum nahegebracht. Hitler umgibt bei seinem filmischen »Untergang« die Aura der persönlichen Tragik. Die »Privatisierung« der Geschichte des NS-Systems und die Fokussierung auf den »Führer« lässt Hintermänner und Steigbügelhalter sowie Interessenkonstellationen in den Hintergrund treten. Nutznießer, Mittäter und willige Mitläufer werden unversehen zu bloßen Werkzeugen oder gar partiellen Opfern. Verantwortung reduziert sich auf einen relativ kleinen Personenkreis. »Hitlers Krieg« mag zwar ein werbewirksames Kürzel sein, für Einsichten in die Ursachen des Zweiten Weltkrieges ist es ungeeignet. Es erklärt auch nicht warum bis fünf Minuten nach zwölf gekämpft und die bedingungslose Kapitulation im Mai 1945 mehrheitlich als Niederlage reflektiert wurde.

In den gegenwärtigen Inszenierungen wirken Erzähl- und Erinnerungsmuster fort, die über Jahrzehnte in der Bundesrepublik als Mechanismen der Selbstentschuldung kultiviert wurden.12 Neben dem in der Adenauer-Ära vorherrschenden »kollektiven Beschweigen« des Lebensabschnittes von 1933 bis 1945 und der Verstrickung in das NS-Regime, trat in Kriegs- und Heimkehrerfilmen das Muster des »anständigen Soldaten«, der nur seine Pflicht erfüllte bzw. erfüllen musste. Solche Erzähl- und Erinnerungsmuster wurden bereitwillig aufgegriffen. Sie halfen bei der reflexhaften Schuldabwehr. Ausnahmen von dieser Regel behielten Seltenheitswert. Funktionsträger des NS-Regimes besetzten in der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft erneut wichtige Posten in Verwaltung, Justiz und Regierungsapparat. Ihr Interesse an kritischer Aufarbeitung der NS-Zeit war schon aus Gründen der Selbsterhaltung gering. In der DDR setzte die dokumentarische und filmische Aufbereitung von Faschismus und Krieg andere Akzente.13 Hier stand der aktive Widerstand im Mittelpunkt. Von Wolfgang Staudtes »Die Mörder sind unter uns« über Jurek Beckers »Jacob der Lügner« bis zu Konrad Wolfs »Ich war neunzehn« reicht der Bogen ambitionierter Auseinandersetzung mit Tätern, Opfern und Widerstand. Einseitigkeiten und mythische Überhöhungen können die Verdienste dieser Aufklärung nicht in Frage stellen. Dazu kam die belletristische und filmische Verarbeitung des Themas aus sowjetischer Sicht, deren Rezeption das Bild über den zweiten Weltkrieg im Osten Deutschlands nachhaltig beeinflusste.

Die gegenwärtig vorherrschenden Fragen und Bilder zum Faschismus und zum zweiten Weltkrieg lassen sich jedoch nicht allein aus fortwirkenden Erzähl- und Rezeptionsstrukturen erklären. Wir befinden uns in einem grundlegenden Generationswechsel. Die Generation der unmittelbaren Zeitzeugen – der Täter, Opfer und Mitläufer – stirbt aus. Auch der Anteil der Kriegskinder- und Nachkriegskindergeneration an der Bevölkerung schwindet. Sie hatten persönlich keine Schuld an den Ereignissen bis 1945, sollten und mussten aber dennoch die daraus erwachsende Verantwortung tragen.

Inzwischen rückt bereits eine Generation nach, für die die ersten Nachkriegsjahrzehnte und die deutsche Teilung selbst schon Geschichte sind. Aber auch sie stehen in der Verantwortung, die aus deutscher Geschichte vor 1945 erwächst. Sie werden sich Erinnerungen und Einsichten neu erarbeiten müssen. Für sie ist es erst recht selbstverständlich, dass sie Themen neu entdecken, die ihre Großmütter und Großväter bzw. Urgroßmütter und Urgroßväter vor dem Hintergrund eigenen Erlebens bereits mehr oder weniger verarbeitet hatten. Sie gehen in der Regel unbefangen an diese Themen heran. Das hat Vorteile, birgt aber auch Probleme. Der Perspektivwechsel der nachwachsenden Generationen wird Schwerpunkte und Fragestellungen verändern. Auf die Vermittlung von Erfahrungen, vor allem wenn sie für die menschliche Zivilisation und die politische Kultur von existentieller Bedeutung sind, können auch die Nachwachsenden nicht verzichten. Faschismus und Zweiter Weltkrieg sind keine Themen wie jedes andere. Die Erinnerungskultur kann dazu nicht beliebig sein. Geschichtsvermittlung bleibt auf diesem Gebiet in besonderer Verantwortung.14

Erinnern stellt, um mit einem Gedanken aus der Rede Weizsäckers vom Mai 1985 zu schließen, »große Anforderungen an unsere Wahrhaftigkeit«15.


1 Provisorische Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik. 15. Sitzung vom 21. April 1950. S. 358.
2 Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik. Nr. 45 vom 27.4.1950. S. 355.
3 Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Hrsg. für das Bundesarchiv von Friedrich Kahlenberg. Bd. 8: 1955. München 1997. S. 237.
4 Erklärungen zur Deutschlandpolitik. Eine Dokumentation von Stellungnahmen, Reden und Entschließungen des Bundes der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände. Teil I: 1949-1972. Bonn 1984. S. 188.
5Richard von Weizsäcker: Ansprache zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges im Deutschen Bundestag am 8. Mai 1985. In: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 9.5.1985.
6 Zitiert nach Georg Fülbert (Hrsg.): Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Quellen und Dokumenten. Köln 1982. S. 28.
7 Siehe z.B. Vom Münchener Diktat zur Nachkriegsordnung. Geschichte und ihre Instrumentalisierung in der aktuellen deutschen Politik. München 2004.
8 Siehe Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944. Ausstellungskatalog. Hamburg 2002.
9 »Die Zeit«. Nr. 16 vom 14.04.2005. S. 6-7.
10 Rolf-Dieter Müller: Der Zweite Weltkrieg 1939-1945 (Gebhardt: Handbuch der deutschen Geschichte. Bd. 21. 10., völlig neu bearb. Aufl.). Stuttgart 2004. S. 385. Einen Überblick über die teilweise kontroverse Diskussion in der russischen Geschichtsschreibung und Öffentlichkeit hat Horst Schützler vorgelegt. Siehe Horst Schützler: Der »Große Vaterländische« – Was für ein Krieg? Sichten und Einsichten in Russland und seiner Geschichtsschreibung (Pankower Vorträge. H. 67. Hrsg. von Helle Panke e.V.). Berlin 2004.
11 Siehe Stéphane Courtois, Nicolas Werth u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdrückte Verbrechen und Terror. München 1998. S. 35.
12 Siehe u.a. Werner Bergmann, Rainer Erb, A. Lichtblau (Hrsg.): Schwierges Erbe. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Frankfurt 1995; Jürgen Danyel (Hrsg.): Die geteilte Vergangenheit. Zum Umgang mit Nationalsozialismus und Widerstand in beiden deutschen Staaten. Berlin 1995; Peter Dudek: »Der Rückblick auf die Vergangenheit wird sich nicht vermeiden lassen«. Zur pädagogischen Verarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland (1945-1990). Opladen 1995; Norbert Frei: Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. München 1996; ders.: 1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewusstsein der Deutschen. München 2005; Hans-Ulrich Thamer: Der zweite Weltkrieg in der deutschen Erinnerungskultur. In: Stefan Martens, Maurice Vaisse (Hrsg.): Frankreich und Deutschland im Krieg (Nov. 1942-Herbst 1944). Okkupation, Kollaporation, Résistance. Aktes des deutsch-französischen Kolloquiums Paris 1999 (=Pariser historische Studien; Bd. 55). Bonn 2000.
13 Siehe Kurt Pätzold: Der Zweite Weltkrieg in Film- und Fernsehdokumentationen der DDR. In: Bulletin für Faschismus- und Weltkriegsforschung. Nr. 22. Berlin 2004.
14 Siehe auch Jürgen Hofmann: Erinnerung contra Selbstentschuldung. In: UTOPIEkreativ. H. 175 (Mai 2005), S. 436-444.
15 Richard von Weizsäcker. In: Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 9.5.1985.