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27. Januar 2017GLV

Nie wieder Auschwitz – Demokratie und Menschenrechte jetzt verteidigen!

Erklärung des geschäftsführenden Landesvorstands zum Holocaust-Gedenktag

DIE LINKE. Berlin ruft alle Menschen in Berlin auf, heute Gesicht zu zeigen und sich an einer der Holocaust-Gedenkveranstaltungen zu beteiligen und damit ein Zeichen zu setzen für ein solidarisches, mitmenschliches, demokratisches und weltoffenes Deutschland.

Der Holocaust-Gedenktag als Erinnerung und Mahnung an das in der Geschichte singuläre Verbrechen der systematischen, industriellen Vernichtung von Millionen von Menschen ist angesichts von Pegida und AfD, rassistischem Gedankengut bis in die Mitte der Gesellschaft, NSU und dramatischer Zunahme rechter Gewalt im hier und heute notwendiger denn je.

Tagtäglich werden in Deutschland Anschläge auf Einrichtungen zur Unterbringung geflüchteter Menschen verübt. Die Aufklärungsrate dieser Verbrechen ist beschämend gering. Seit Jahren läuft der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Helfer der neonazistischen Terrorgruppe NSU, die mindestens zehn Morde verübt hat. Unbestritten ist das massive Versagen der Behörden bei der Bekämpfung der NSU. Fremdenfeindliche und rassistische Positionen sind wieder salonfähig geworden und haben nicht nur in Dresden Massen mobilisiert. Vor wenigen Tagen hat ein Spitzenpolitiker der AfD das Holocaust-Mahnmal in Berlin verunglimpft und eine Abkehr vom Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gefordert.

Heute vor 72 Jahren befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz, das wie kein anderer Ort für einen Zivilisationsbruch und barbarische Verbrechen ohne Gleichen steht. DIE LINKE Berlin wird wie jedes Jahr heute wieder an vielen Orten Berlins präsent sein. Das Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus – Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, politisch Andersdenkende und andere Verfolgte der NS-Diktatur – werden wir lebendig und die Mahnung aktuell halten.


Einige Veranstaltungen anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Überblick:

  • 11 Uhr, Gedenktafel Oranienburger Straße 285, S-/U-Bhf. Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, 13437 Berlin
    Veranstalter: VVN-BdA Reinickendorf und Freundeskreis alter Anstaltsfriedhof
  • 11.30 Uhr, Mahnwache beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ebert-/Ecke Behrensstraße, 10117 Berlin
    Veranstalter: Initiative Ghetto-Renten Gerechtigkeit Jetzt! und VVN-BdA
  • 13 Uhr, Hermann-Ehlers-Platz, Spiegelwand (S+U Rathaus Steglitz), 12163 Berlin
  • 14 Uhr, U-Bahnhof Nollendorfplatz
    Veranstalter: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, GEW Berlin, MANEO und LSVD Berlin-Brandenburg
  • 15 Uhr, Säule der Gefangenen in Lichterfelde, Wismarer Straße 26-36, 12207 Berlin
  • 15 Uhr, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin (U-Bhf. Turmstraße)
    Kranzniederlegung der BVV-Fraktionen im Rathaus Tiergarten
  • 16 Uhr, Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße, 10557 Berlin
    Veranstalter: LSVD und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
  • 16 Uhr, Gedenktafel im Rathaus Reinickendorf, Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin
    Veranstalter Bezirksamt und BVV Reinickendorf
  • 16 Uhr, Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus, Pflegedienst Schwester Christiane, Alt-Köpenick 34 am Schlossplatz, 12555 Berlin
    Veranstalter: VVN-BdA Köpenick e.V.
  • 18 Uhr, Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin
    Lichtaktion »Erinnern für die Zukunft«
  • 18 Uhr, Lichterkette vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus in Pankow, Berliner Straße 120/121, 13187 Berlin
  • 18 Uhr, Kundgebung auf dem Platz des 23. April, Bahnhofstraße/ Ecke Lindenstraße, 12555 Berlin
    Veranstalter: VVN-BdA Köpenick e.V.