Zurück zur Startseite
9. Juni 2012Berlin-Konferenz

Workshop 7

Kiezkultur statt Profitwahn – Alternative Räume verteidigen

Viele alternative Kultur- und Wohnprojekte sind verdrängt worden, verbliebene sind bedroht. Von Liebig 14, Schokoladen bis zu Clubs an der Spree oder der KvU... Wie ist die Situation der Projekte? Wie können sie gegen profitorientierte und räumungswillige Investoren verteidigt werden? Wie kann die LINKE die Kämpfe unterstützen?

Nicht zu knapp rühmt sich die Stadt Berlin ihrer alternativen Kulturszene. Doch viele dieser Projekte sind in den letzten Monaten und Jahren verdrängt und verkauft worden, die verbliebenen sind existenziell von Stadtumstruktierungen und Räumungen bedroht. Von Liebig 14, Brunnenstraße, Linienstraße 206, bis Schokoladen oder Klubs an der Spree... die Liste bedrohter oder geräumter Projekte wird immer länger – trotz Protesten, Paraden und Bürgerentscheiden. Besonders betroffen sind Projekte, die einen explizit unkommerziellen oder herrschaftskritischen Anspruch verfolgen. Viele Beteiligte haben große Zweifel daran, dass die Parteien-Politik sie in ihrem Kampf ausreichend unterstützen kann oder möchte.

Am Horizont dieses Workshop steht die große Frage, wie alternative Wohn- und Kulturprojekte wirkungsvoll gegen profitorientierte und räumungswillige Investor_innen verteidigt werden können. Auf diesem Weg möchten wir uns und euch fragen:

  • Wie ist die Situation von eurem Haus-, Kunst- und Klub-Projekt? Welche Gemeinsamkeiten, aber auch welche Unterschiede lassen sich in jeweiligen Auseinandersetzungen ausmachen?
  • Welche positiven und negativen Erfahrungen habt ihr seit eurem Bestehen in der Auseinandersetzung mit Eigentümer_innen, Bezirks- oder Landespolitik gemacht? (Wie) können diese Erkenntnisse anderen Projekten zugute kommen?
  • Scheitert das Bekenntis der Parteipolitik zu alternativer Lebens-, Wohn und Partykultur nicht zwangsläufig, wenn es nur abstrakt formuliert wird? Muss nicht stattdessen Unterstützung in jedem konkreten Einzelfall offensiv organisiert werden?
  • Wie kann in dieser Bedrohungslage, die von zeitlich auseinanderfallenden Einzelfällen geprägt ist, eine gemeinsame Handlungsmacht organisiert und verstetigt werden?
  • Habt ihr dabei Erwartungen an Die Linke, und wenn ja, welche?

Der Workshop lebt von der Beteiligung möglichst vieler auch unterschiedlicher Projekte, seien sie jung oder alt, klein oder groß, bestehend oder geräumt. Wir wollen möglichst viele Akteure an einen Tisch und ins Gespräch bringen. Bringt euch ein! Wenn ihr Fragen habt oder Beiträge vorab einbringen wollt, meldet euch einfach bei marcus@solid-berlin.org