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7. Dezember 2007www.oebs-berlin.de

Gut vermittelbar

Im Jobcenter gelten als sie als schwer vermittelbar. Mit öffentlich geförderter Beschäftigung finden Langzeitarbeitslose eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die ihnen eine Berufsperspektive bietet und ganz Berlin zugute kommt.

Gute Konjunktur, weniger Arbeitslosigkeit. Der Aufschwung hat nicht nur Deutschland, sondern auch Berlin erfasst, wo die Arbeitslosigkeit mit 2,1 Prozent sogar noch deutlicher zurückging als im bundesweiten Durchschnitt. Problematisch bleibt, dass die Langzeitarbeitslosen davon zu wenig profitieren. Sie brauchen besondere Unterstützung, um ins Arbeitsleben zurückzukehren.

Nach der Devise »Aktivieren statt alimentieren« hat der rot-rote Senat seit Oktober 2007 begonnen, eine Idee umzusetzten, um die die Linkspartei schon lange mit dem Bund gerungen hat: Mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und Zuschüssen des Landes Berlin werden bis 2010 10.000 neue Stellen für Langzeitarbeitslose entstehen. Die Stellen sind sozialversicherungspflichtig, existenzsichernd und auf mindestens zwei Jahre angelegt. Anschließend können sie ohne zeitliche Unterbrechung verlängert werden.

Weil die Stellen dem Gemeinwohl zugute kommen, sind es nicht nur Langzeitarbeitslose, sondern Eltern, Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel und Jugendliche, die davon profitieren. Diese Stellen sorgen dafür, dass ältere Menschen länger zu Hause leben können, Mütter Beruf und Familie unter einen Hut bekommen, Kinder lernen, was gesundes Essen ist und Migrantinnen und Migranten sich verständlich machen können.

Wo solche Arbeit benötigt wird, wissen die Verantwortlichen in den Kiezen und Bezirken am besten. Deshalb werden die bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit in Absprache mit den Jobcentern entscheiden, welche Maßnahmen gefördert werden. Vorrang haben Projekte, die die Mobilität von Seniorinnen und Senioren fördern, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt in den Kiezen stärken, Mitgrantinnen und Migranten unterstützen oder Kinder und Jugendliche bilden.

Weil die Arbeit keine reguläre Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt ersetzen oder verdrängen darf, wird das Projekt von einem Landesbeirat kontrolliert. In ihm sind die Kammern und die lokalen Sozialpartner vertreten. Eine Evaluation soll überprüfen, ob die Maßnahme hält, was sich Berlin davon verspricht. www.oebs-berlin.de