DIE LINKE. Berlin


16. August 2017Sommertour

Projektetour in Reinickendorf, Teil 1

Ich nutze die parlamentarische Sommerpause, um im August historische Orte und soziale Projekte in Berlin zu besuchen. Gestern habe ich mit Felix (Lederle), dem Bezirks- und Fraktionsvorsitzenden der LINKEN in Reinickendorf meine aktuelle Projekte-Tour in Reinickendorf fortgesetzt.

Zunächst waren wir (wieder einmal) im Mehrgenerationenhaus AVA 17, in dessen Räumen sich eine Kindertagesstätte, ein interkulturelles Familienzentrum, die Integrationslotsen, eine Ausbildungsküche und der Interkulturellen Mädchen- und Frauentreff befinden. Über Albatros gGmbH leisten derzeit regelfinanziert 14 Integrationslotsen in Reinickendorf – 9 davon in der AVA 17 - eine außerordentlich wertvolle Arbeit für den sozialen Zusammenhalt im Bezirk.

Richard Palm, Fachbereichsleitung Stadtteilarbeit der Albatros gGmbH und die Kolleginnen und Integrationslotsinnen vor Ort informierten bei Kaffee und Keksen über aktuelle Projekte wie die sehr praxisbezogenen kostenlosen Deutschkurse für Frauen, die der Interkulturelle Mädchen- und Frauentreff gemeinsam mit papatya anbietet oder die gemeinsame Umsetzung eines mit EHAP-Mitteln finanzierten Projektes zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung mit Horizonte gGmbH und Aufwind e.V.

Wir tauschten uns im weiteren Verlauf über die soziale Lage im Kiez aus, sprachen über die Umsetzung der Bundesprogramme „Demokratie leben!“ und „Stark im Beruf“ und des bezirklichen Alphabetisierungsprojektes, die Integrationschancen geflüchteter Menschen in Reinickendorf, den geplanten Dialog von Ehrenamtlichen im Bereich der Flüchtlingshilfe, Senat und LAF im Rahmen des nächsten bezirklichen Netzwerktreffens, die Pläne der r2g-Landesregierung zur Schaffung von Gemeinwohlarbeit, die Interkulturelle Öffnung der JC und die notwendige Weiterentwicklung des Areals der AVA 17 für soziale Nutzungszwecke.

Unsere nächste Station war dann der Stadtteilladen Tegel-Süd, deren Leiterin, Frau Smolakova, sehr praktisch und anschaulich die konkreten Bedarfe des Kiezes und Aktivitäten des Stadtteilladens für ein gutesnachbarschaftliches Miteinander, Selbsthilfe und Begegnung darstellte. Die neue Unterkunft für geflüchtete Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft wurde im Kiez im Großen und Ganzen gut angenommen. Während der Beratungs- und Unterstützungsbedarf der Geflüchteten aus der Unterkunft über die Sozialarbeiter vor Ort gut abgedeckt wird, wenden sich zunehmend Geflüchtete, die im Kiez eine Wohnung gefunden haben, mit ihren Anliegen an das Team des Stadtteilladens.

Zum Abschluss besuchten wir den „Alten Dorfkrug Lübars“. Dort konnten wir uns davon überzeugen, dass der traditionsreiche Gasthof im ältesten Dorf von Berlin ein vorbildlicher Integrationsbetrieb ist, in dem die Hälfte der festangestellten Beschäftigten sowohl in der Küche, als auch im Service-Bereich Menschen mit Behinderung sind. Wir kamen mit der stellv. Geschäftsführerin ins Gespräch, die derzeit händeringend Azubis sucht und uns im gemütlichen Gasthof mit seinem eindrucksvollen großen Festsaal gastfreundlich herumführte. Einer der tüchtigen Beschäftigten gab uns einen Einblick in seinen Arbeitsalltag, der ihm zwar einiges abverlangt, den er aber mit Stolz meistert. Wir hatten den Eindruck, dass das Arbeitsklima unter den Beschäftigten gut und der Zusammenhalt groß ist und um so besser schmeckte uns das reichhaltige und leckere Abendessen.

Heute setzen wir die Projektetour in Reinickendorf-Ost fort. Fortsetzung folgt...

Quelle: http://www.die-linke-berlin.de/politik/sommertour/projektetour_in_reinickendorf_teil_1/