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17. August 2017Sommertour

Projektetour in Reinickendorf, Teil 2

Ich nutze die parlamentarische Sommerpause, um im August historische Orte und soziale Projekte in Berlin zu besuchen. Gestern habe ich mit Felix (Lederle), dem Bezirks- und Fraktionsvorsitzenden der LINKEN in Reinickendorf meine aktuelle Projekte-Tour in Reinickendorf fortgesetzt.

Zunächst waren wir bei Integra, dem ältesten und größten Integrationsbetrieb in Reinickendorf, wo wir sehr freundlich von Herrn Bubenheimer, dem Gründer und Geschäftsführer, empfangen und durch den Betrieb geführt wurden. Bei Integra, die eine 100 %-ige Tochter des Sozialverbandes VdK ist, sind derzeit 85 Menschen beschäftigt. Die Hälfte der Beschäftigten ist schwerbehindert, wobei die Struktur der Behinderungen sehr heterogen ist. Menschen mit und ohne Behinderung bilden jeweils Teams. Seit zwei Jahren können Azubis bei Integra einen von der IHK anerkannten Abschluss machen. Der gemeinnützige Betrieb Integra behauptet sich seit Anfang der 80-er Jahre mit Party-Service und Gebäudereinigung sehr erfolgreich auf dem freien Markt. Dauerhaft kann ein Integrationsbetrieb aber nur mit Marktpreisen auf dem Markt bestehen, wenn über öffentliche Mittel ein realistischer Minderleistungsausgleich erfolgt. Hier ist die Politik in der Verantwortung eine nachhaltige Lösung zu finden.

Im Anschluss waren wir beim Quartiersmanagement Letteplatz zu Gast, wo wir uns mit Ulli Lautenschläger, Ute Funk und den sehr engagierten Kolleginnen und Kollegen im Quartiersbüro bei Kaffee, Keksen und Obst über die soziale Lage im Kiez ausgetauscht haben und uns die Strategien des QM für die Entwicklung der Nachbarschaft sowie die vielfältigen, tollen Aktivitäten des QM zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Beförderung von Bürgerbeteiligung und Partizipation anschaulich präsentiert wurden. Gemeinsam besuchten wir dann das Familienzentrum Letteallee, wo uns die Koordinatorin Bettina Schwenzfeier, über die erfolgreichen Bemühungen und Angebote des attraktiv gestalteten Familienzentrums informierte, Bildungschancen zu erhöhen, Begegnungen zu befördern und Eltern für den Kiez zu aktivieren. Bei einem Kiezspaziergang bewunderten wir die Kunstwerke der Kita, besichtigten den Bunten Platz und nach einem gemütlichen Verweilen auf dem Letteplatz auch den relativ neu gestalteten Lollypop-Spielplatz in der Letteallee.

Danach unterhielten wir uns auf dem Franz-Neumann-Platz mit den VertreterInnen von „Teen challenge Berlin e.V. – Christliche Sucht- und Lebenshilfe“, die wir vor Ort zufällig trafen und die regelmäßig vor Ort eine Speisung durchführen und Beratungen anbieten.

Zum Abschluss besuchten wir „ALADIN – Bedürftigen-Hilfe g.e.v.“ und unterhielten uns mit Helmut Beyer und seinen engagierten KollegInnen bei Kaffee und Kuchen über die langjährige, verdienstvolle soziale Arbeit des Vereins, die sozialen Probleme in Reinickendorf-Ost und sozialpolitische Fragen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene. Gespannt sind wir schon auf die Ausstellung von ALADIN zur Wohnungslosigkeit in Berlin, die aktuell noch in Arbeit ist. 

Nächste Woche setzen wir die Projektetour kreuz und quer in Reinickendorf am Montag, Mittwoch und Donnerstag fort. Fortsetzung folgt also...