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Bachelor / Master

Die Linkspartei.PDS versteht die Schaffung eines europäischen Hochschulraumes („Bologna-Prozess“) als Chance, Internationalität und größere Offenheit der Berliner Hochschulen zu befördern. Die Stufung der Abschlüsse (Bachelor / Master) sowie die Gliederung der Studiengänge in inhaltlich zusammenhängende, didaktisch sinnvolle Module sehen wir ebenfalls als zu nutzende Möglichkeit an, die Qualität von Hochschulbildung und die Durchlässigkeit des Hochschulwesens zu verbessern.

Voraussetzung dafür ist, dass die Reform der Studienstruktur nicht vorrangig unter dem Primat der Kostenverringerung stattfindet. Die Linkspartei.PDS strebt an, diesen Prozess durch ein „Berliner Modell“ zu qualifizieren und damit einen Kontrapunkt zum Mainstream wirtschaftsliberaler Hochschulpolitik zu setzen. Dieses Modell sieht vor:

  • dass jede/r das Recht auf einen Studienplatz im Masterstudiengang hat
  • dass ein bzw. zwei Semester als Studieneingangsphase gestaltet werden, die den Studierenden die Orientierung oder ggf. Umorientierung an der Hochschule ermöglicht
  • dass Modularisierung im ursprünglichen Sinne als Mittel der Hochschuldidaktik und der neuen Gestaltung der Studieninhalte für die Studierenden dient und so weniger rigide Studienordnungen nötig sind
  • dass im Rahmen modularisierter Studiengänge Studierende besser als bisher an den Forschungsprozess angebunden sind - und zwar ab dem ersten Semester
  • dass die Hochschulen im Sinne einer wirklichen Berufsqualifizierung bereits im Bachelor wegkommen vom starren Verteilungsmodell (3 Jahre BA/ 2 Jahre MA)
  • dass die Durchlässigkeit zwischen Hochschularten (FH/Uni) und zwischen Studiengängen so groß wie möglich gehalten wird
  • dass Studienleistungen mindestens im gesamten Berlin/Brandenburger Raum ohne weitere Prüfung gegenseitig anerkannt werden und Abschottungstendenzen aufgehoben werden
  • dass die neuen Studiengänge auch in Teilzeit studierbar sind und so für sozial Schwächere, für Erziehende und für Berufstätige offen bleiben.

Dieses „Berliner Modell“ erfordert bei allen Beteiligten ein Umdenken. Deshalb können diese Prozesse nur von allen beteiligten Gruppen in und außerhalb der Hochschulen gemeinsam umgesetzt werden. Wissenschaftssenator Thomas Flierl hat dazu einen Prozess der „Runden Tische“ ins Leben gerufen, in dem unter breiter Mitwirkung aus den Hochschulen Verbesserungen bei der Reform der Studiengänge verabredet werden. Wer Qualität, Offenheit und Internationalität im Studium will, findet in der Linkspartei.PDS den richtigen Partner.