Auf Initiative der PDS ist in die Koalitionsvereinbarung von Rot-rot die Profilierung der bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BWA) aufgenommen worden. Mit den BWA soll der in der Beschäftigungspolitik der Europäischen Union (EU) festgelegte Ansatz der primären Förderung lokaler Aktivitäten aufgenommen werden. Zielstellung ist es, durch die Beteiligung von lokalen Akteurinnen und Akteuren und deren Vernetzung wirtschaftliche Potenziale vor Ort zu erschließen und damit Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen sowie die lokale Wirtschaft zu stärken. Bezirkliche Bündnisse existieren inzwischen in allen 12 Bezirken der Stadt, allerdings mit sehr unterschiedlichen Aktivitäten und Erfolgen. In ihnen arbeiten u.a. Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, die Agenturen für Arbeit, die IBB (Investitionsbank Berlin) als Landesförderbank und örtliche Initiativen wie Träger beschäftigungspolitischer Maßnahmen mit. Zur Unterstützung von Vorhaben der Bündnisse wurde seitens der PDS-geführten Senatsverwaltung für Wirtschaft ein Förderprogramm aufgelegt, das bis Ende dieser Legislaturperiode den Bezirken insgesamt 12 Millionen Euro aus Mitteln der EU-Strukturfonds zur Verfügung stellt. Darüber hinaus stehen den Bündnissen rd. 3 Millionen Euro aus dem Programm „Lokales Soziales Kapital“ (LSK) zur Verfügung, das insbesondere zur Förderung von Mikroprojekten der lokalen Ökonomie eingesetzt werden soll. Ergänzt wird der lokale Ansatz der Beschäftigungsförderung durch die vom Bund teilfinanzierten sog. Regionalmanagements, die für bestimmte Wirtschaftsstandorte wie den Spreeraum in Friedrichshain-Kreuzberg oder den Gesundheitsstandort in Buch im Bezirk Pankow konkrete Ansiedlungspolitik betreiben sollen.
Die Linkspartei.PDS ist für die Fortführung der Arbeit der Bündnisse und die Weiterentwicklung ihres lokalen Ansatzes in der Beschäftigungspolitik. Grundlage muss eine Evaluierung der bisherigen Erfahrungen der Bündnisse sein, um positive Beispiele zu verallgemeinern. Notwendig ist eine Qualifizierung der Steuerungsstelle bei der zuständigen Senatsverwaltung wie auch eine Stärkung der in den Bezirksämtern angesiedelten Büros der Wirtschaftsförderung als Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Ansiedlungsinteressenten und Bestandsunternehmen im Bereich der Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Bei der Weiterentwicklung und Profilierung der Bündnisse geht es u.a. darum: