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Hochschulzugang

Ein möglichst freier Zugang zu den öffentlichen Hochschulen Berlins hat im wissenschaftspolitischen Handeln der Linkspartei.PDS Priorität. Die Möglichkeit zum Studieren darf nicht vom Geldbeutel der Eltern und nicht von der sozialen oder ethnischen Herkunft oder vom Geschlecht abhängen. Auch im Hochschulwesen ist soziale Durchlässigkeit und Chancengleichheit unsere Maxime. Wir wollen nicht die Herausbildung von Elite, sondern ein qualitätvolles Studium für alle Studierwilligen.

So haben die Linkspartei.PDS und ihr Wissenschaftssenator Thomas Flierl erreicht, dass die Hochschulen in den letzten fünf Jahren deutlich weniger als vom Finanzsenator veranschlagt zur Haushaltskonsolidierung beitragen mussten. Die Zahl der Studienplätze in Berlin verringerte sich nur geringfügig. Die Berliner Hochschulen können deshalb fast Dreiviertel der studierwilligen Landeskinder aufnehmen. Berliner AbiturientInnen haben also gute Chancen, auch an einer eigenen Hochschule angenommen zu werden. Zusätzlich zu den BerlinerInnen studieren auch noch viele BrandenburgerInnen bei uns. Fast die Hälfte der Studienplätze wird von Studierenden aus den anderen Bundesländern sowie von AusländerInnen wahrgenommen. Es zeigt sich, dass ein nachfragegerechtes Angebot die erste Voraussetzung für einen breiten Hochschulzugang ist.

In den Zugangsverfahren selbst hat die Linkspartei.PDS dafür gesorgt, dass diese auch bei mehr Selbstauswahlrechten der Hochschulen möglichst diskriminierungsfrei gestaltet werden. Die Regelungen des Antidiskriminierungsgesetzes sind Bestandteil des Hochschulzulassungsetzes (HZG). Außerdem bleibt das Kriterium Wartezeit in allen Auswahlverfahren erhalten, dies betrifft auch die Zulassungsquoten für ausländische Menschen oderMenschen, für die eine Ablehnung eine besondere soziale Härte bedeuten würde. Ebenso haben wir den Zugang für Menschen ohne Abitur offengehalten.

Auch bei der Zulassung zu den neuen Masterstudiengängen hat die Linkspartei.PDS dafür gesorgt, dass keine zusätzlichen Hürden eingebaut werden. Alle dürfen sich bewerben.

Auch in Zukunft wird die Linkspartei.PDS das Ziel der „offenen Hochschule“ weiterverfolgen:

  • Weil in Zukunft mehr Menschen studieren wollen, muss das Angebot jedoch deutlich auf über 100.000 Studienplätze ausgebaut werden. Ohne entsprechendes Angebot bleibt die Forderung nach einer offenen Hochschule ein Lippenbekenntnis. Schon jetzt sind viele Studiengänge „überbucht“. Dieser Ausbau ist jedoch nur möglich, wenn sich die Bundesländer mit geringem Studienangebot an der Finanzierung beteiligen. Dafür hat die Linkspartei.PDS das Modell eines Länderfinanzausgleichs im Hochschulwesen vorgeschlagen (Studienplätze).
  • Wir wollen, dass im gestuften Studiensystem eine größtmögliche Durchlässigkeit gewährleistet wird. Ziel ist, dass alle, die das wollen, nach einem Bachelor-Abschluss eine Zulassung zum Master erhalten.
  • Wir wollen die konzentrierte Förderung von sozial Schwachen beim Hochschulzugang. Dazu müssen die Beratung in den Schulen verbessert, Transparenz bei den Auswahlverfahren hergestellt sowie die Möglichkeit zu Orientierung an der Hochschule gegeben werden. Auch die Abwehr von sozialen Belastungen wie Studiengebühren (Studiengebühren), die Unmöglichkeit eines Teilzeitstudiums oder dem Abbau von Wohnheimplätzen ist entscheidend für den Hochschulzugang sozial schwächerer Schichten.
  • Der Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur soll erweitert werden. Wir wollen, dass die Aufnahme eines Studiums nach einer Phase der beruflichen Praxis nochmals erleichtert wird (§11 BerlHG).
  • Nicht zuletzt achten wir darauf, dass auch in Zukunft die Berlinerinnen und Berliner Zugang zu ihren „eigenen“ Hochschulen erhalten.