Die Schule ist die wichtigste Integrationsinstanz junger Migrantinnen und Migranten. Grundlegende Weichenstellungen sind durch das neue Schulgesetz erfolgt. Hier sind der Grundsatz des gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern deutscher und nichtdeutscher Herkunftssprache, die besondere Förderung von Schülerinnen und Schülern, die die deutsche Sprache so wenig beherrschen, dass sie dem Unterricht nicht ausreichend folgen können sowie Möglichkeiten für das Erlernen der eigenen Herkunftssprache fest gehalten. Darüber hinaus wird ab 2006/07 ein neues Unterrichtsfach „Ethik“ eingeführt, in dem „interkulturelle Bildung“ einen eigenständigen und zentralen Stellenwert hat. Erstmals gibt es im Land Berlin ein Konzept „Integration durch Bildung“, das Maßnahmen bündelt und überprüfbare Kriterien enthält, an denen der Erfolg des Programms gemessen werden kann. Dieses Programm ist eine wichtige Säule des „Integrationskonzepts für Berlin“, das der Senat im Sommer 2005 vorgelegt hat. (Integrationskonzept)
Zentrale Aufgaben des Konzepts „Integration durch Bildung“ sind der Erwerb einer deutschen Sprachkompetenz und eines gesellschaftlichen Grundlagenwissens über die demokratische Verfasstheit der Bundesrepublik Deutschland. Das Konzept bezieht ausdrücklich die Eltern ein und auch über die schulische Bildung hinaus den Übergang in den Beruf und die Weiterbildung.
Die Maßnahmen des Konzepts konzentrieren sich auf die Sprachförderung in Kita und Schule, die Partizipation von und Kooperation mit Eltern, Jugendarbeit und Sport, den Übergang Schule – Beruf und die Weiterbildung, die Qualifizierung des Personals und die Eigenverantwortlichkeit der Bildungseinrichtungen.
Die Linkspartei.PDS will in der kommenden Wahlperiode erreichen, dass: