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22. Juni 2016Elke Breitenbach

Nie wieder Krieg!
Gedenken am Ehrenmal in Buch

Der 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion ist ein besonderer Gedenktag, haben doch die Völker der Sowjetunion einen sehr hohen Blutzoll bei der Niederschlagung des deutschen Faschismus zahlen müssen.

Aus diesem Anlass haben wir heute am sowjetischen Ehrenmal in Buch (Wiltbergstraße) eine öffentliche Gedenkveranstaltung durchgeführt, bei der wir das Großplakat »Frieden gibt es nur gemeinsam ... willkommen« aufgezogen haben. Für DIE LINKE sprachen Klaus Lederer, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat zur Abgeordnetenhauswahl und ich.

Die Veranstaltung fand auch deshalb am Ehrenmal in Buch statt, um diesen Ort wieder zum Gedenkort für antifaschistischen Widerstand zu reklamieren. Am 8. Mai 2016 hatten nämlich Neonazis von der NPD den Ort okkupiert, um die Opfer des Faschismus und die Angehörigen der Roten Armee, die an der Befreiung Deutschlands beteiligt waren, zu verhöhnen und die anwesenden AntifaschistInnen zu bedrohen. Viele Menschen machten nun durch die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung deutlich: Am Ehrenmal für die Opfer des NS-Vernichtungskrieges haben Nazis nichts verloren!

Auch heute fliehen wieder Millionen von Menschen vor Krieg und Verfolgung – mehr als je zuvor seit dem 2. Weltkrieg. Wir sagen: Willkommen! Es ist unsere historische Verantwortung, für Schutz und Aufnahme von Menschen in Not zu sorgen.

Aktuell will die Bundeskanzlerin die Rüstungsausgaben Deutschlands, gemäß eines NATO-Beschlusses, sehr deutlich erhöhen bzw. von 1,2% auf 2% des Bruttoinlandsproduktes. Abgesehen davon, dass für soziale Belange oder für Bildung an allen Ecken und Enden das Geld fehlt, lehnen wir diese Militarisierung ab, fordern eine Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands und sagen wir: Waffen schaffen keinen Frieden – Nie wieder Krieg!

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