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13. Juni 2016Campus Hannah Höch im Märkischen Viertel

Besuch der 1. Reinickendorfer Gemeinschaftsschule

Heute habe ich die 1. Gemeinschaftsschule in Reinickendorf besucht. Lange Jahre hat sich DIE LINKE entgegen aller politischen und ideologischen Widerstände der CDU für die Einführung des Gemeinschaftsschulkonzepts in Berlin eingesetzt. Inzwischen ist die Gemeinschaftsschule "Campus Hannah Höch" ein Erfolgsmodell. Alle profitieren vom gemeinsamen Lernen von Klasse eins bis zehn. Das Kind mit Behinderungen genauso wie das hochbegabte, egal ob aus einer Professorenfamilie oder aus einem Hartz-4-Haushalt. Gerade bei der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen leistet die Schule durch ihre inklusiven und integrativen Konzepte einen wichtigen Beitrag. Besonders gefreut habe ich mich daher über das große Interesse und die riesige Offenheit der Schüler*Innen der Willkommensklasse, die gemeinsam mit einer regulären Schulklasse die Gelegenheit nutzten, um Ihre Fragen an die Politik los zu werden. Dabei war der Umgang und das „Aufeinander zu gehen“ der Schüler*innen untereinander sogar noch viel schöner als Ihr reges Interesse an der Diskussion.

Anschließend wurden wir vom Schulleiter Nuri Kiefer über den weitläufigen Campus der Gemeinschaftsschule geführt. Dabei fiel uns auf, dass die Gebäude einer dringenden Sanierung bedürfen. Von Bezirk und Senat wird die finanzielle Unterstützung jedoch weitestgehend versagt. Ich finde es schade, dass Bezirk und Senat der Schule nicht genug Wertschätzung entgegen bringen und den Schüler*innen zugemutet wird in einem äußerlich maroden Gebäude mit Löchern in den Decken lernen zu müssen. Dabei könnte eine stärkere Unterstützung auch die erhoffte Einführung einer eigenen gymnasialen Oberstufe ermöglichen, die der Schule bisher verwehrt wird. Bislang muss die Gemeinschaftsschule in dieser Angelegenheit mit den in der Umgebung benachbarten Gymnasien kooperieren. Wir wollen, dass in jedem Bezirk wenigstens eine Gemeinschaftsschule bis zum Abitur führt und die wissenschaftliche Begleitung von der Grundstufe bis zum Abitur fortgesetzt wird. Für uns ist klar: Der Grundsatz „Gemeinsam länger lernen“ muss auch in Reinickendorf gelten! Daher werden wir auch weiterhin das Gemeinschaftsschulkonzept unterstützen, denn wir glauben daran, dass die Gemeinschaftschule die Schule der Zukunft ist.