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Politik von A bis Z

Asbest

Die erheblichen Gesundheitsgefahren, die von dem Baustoff Asbest ausgehen, wenn er freigelegt wird, bezweifelt und bestreitet heute niemand. Umso wichtiger sind Information und Aufklärung, auch, um unnötige Ängste zu vermeiden. Über den Stand der Beseitigung von Asbest in Wohnungen der landeseigenen Wohnungsunternehmen wurde zuletzt im Jahr 2000 ausführlich berichtet.

  • DIE LINKE. Berlin fordert, die Asbestbelastungen in städtischen Wohngebäuden aktuell ermitteln und bewerten zu lassen.

Ein Kataster mit Dringlichkeitsstufen für die Beseitigung von Asbest ist sinnvoll, und trägt zur Aufklärung und Information bei. Ein solches Kataster sollte sich nicht auf Asbest beschränken, sondern alle Stoffe aufführen, die nach heutigem Wissensstand gesundheitsgefährdend sind und in Wohnungen nichts zu suchen haben.

Für alle städtischen Wohnungsbaugesellschaften gehen Schätzungen von knapp 50.000 betroffenen Wohnungen und von Sanierungskosten von 350 Millionen Euro aus. Dazu kämen weitere 200 Millionen Euro für Umzugskosten und Umsetzwohnungen. Wenn die Wohnungsbaugesellschaften in den nächsten zehn Jahren tatsächlich alle asbesthaltigen Bodenplatten auswechseln müssen, kämen riesige Summen auf sie zu. Dafür muss finanzielle Vorsorge aus Landesmitteln getroffen werden.

Asbest wurde nicht nur in landeseigenen Wohnungen verbaut. DIE LINKE.Berlin fordert für asbestbelastete Wohnungen eine Informationspflicht der Vermieter und einen Zusatz zum Mietvertrag. Auf diesem Wege soll über Pflichten der Mieterinnen und Mieter – z.B. schadhafte asbesthaltige Bodenplatten unverzüglich dem Vermieter zu melden – und der Wohnungsunternehmen – z.B. die umgehende sachgemäße Beseitigung ausschließlich durch Fachfirmen – informiert werden. Informationen zur Asbestbelastung sollten in mehreren Sprachen zur Verfügung stehen, damit Unkenntnis und verständlicher Verunsicherung wirksam begegnet wird.

  • DIE LINKE.Berlin ist der Auffassung, dass Asbest und andere Schadstoffe in Wohnungen besser heute als morgen entsorgt werden sollten. Deswegen treten wir für einen Sanierungsfahrplan für asbestfreie städtische Wohnungen und öffentliche Gebäude spätestens innerhalb der nächsten 10 Jahre ein.