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Politik von A bis Z

Erneuerbare Energien vorantreiben

Fossile Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas sind begrenzt, deren Nutzung verursacht klimaschädliche Abgase, und um sie werden immer wieder Kriege geführt. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss die Energieversorgung konsequent auf erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme umgestellt werden. Vor allem sind die Kohlekraftwerke schnellstmöglich abzuschalten.

Während in Deutschland inzwischen über 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammt, beträgt der Anteil in Berlin unter 5 Prozent, darunter vor allem Biomasse. Photovoltaik deckt in Berlin weniger als ein Prozent des Stromverbrauchs ab, Windenergie noch weniger. Zwar verfügt Berlin nur über ein geringes Windenergiepotential, jedoch bieten die zahlreichen Dachflächen Berlins ein großes Potential zur Nutzung der Sonnenenergie für die Produktion von Wärme (Solarthermie) und Strom (Photovoltaik).

Die Machbarkeitsstudie »Klimaneutrales Berlin« geht davon aus, dass bei Nutzung von 21 Prozent der Dachflächen Berlins etwa 25 Prozent des Stromverbrauchs durch Solarenergie gedeckt werden können. Allerdings werden in den letzten Jahren kaum mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden installiert, Chancen bleiben ungenutzt. Wir wollen, dass das Land bei der Nutzung der Dachflächen Berlins wieder eine Vorreiterrolle einnimmt und Impulse für den Solarausbau in der Stadt gibt. Hierbei kann das Stadtwerk eine wichtige Rolle spielen. (Stadtwerk)

Anlagen der flexibel steuerbaren dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produzieren sowohl Strom als auch Wärme und können ein Beitrag zur notwendigen Flexibilität leisten, für die Zeiten, in denen der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Zentrale Voraussetzung für eine Vollversorgung aus erneuerbaren Energien ist nicht nur der Wandel der Strom- und Wärmeproduktion, sondern auch der Umbau der Infrastruktur. Die Forschung und Entwicklung von Speichern muss daher deutlich intensiviert und die Energienetze müssen für die dezentrale Produktion von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien fitgemacht werden. (Energienetze)

DIE LINKE. Berlin setzt ein für

  • die ausschließliche Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und KWK durch das Land und die landeseigenen Betriebe und dafür, dass der Strombezug einen tatsächlichen Beitrag zum Ausbau erneuerbaren Energien leistet.
  • die Überprüfung der Dachflächen aller öffentlichen Gebäude auf ihre Eignung zur Installation erneuerbarer Energien und dass, sofern sie geeignet sind, auch die Installation einer Solaranlage erfolgt.
  • die Ausweitung der Mieterstrommodelle durch das Stadtwerk.
  • eine deutlich verbesserte Eigenkapitalausstattung des Berliner Stadtwerks und die Beseitigung der Stadtwerksbremse.
  • den weiteren Ausbau dezentraler KWK-Anlagen.
  • die Optimierung der Sammlung und Verwertung von biogenen Abfällen.
  • den Ausstieg Berlins aus der Braunkohlenutzung bis 2020 und aus der Steinkohlenutzung bis spätestens 2030.