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Politik von A bis Z

Städtisches Grün erhalten

Städtisches Grün bildet die »Grüne Lunge« der Stadt und trägt ganz wesentlich aus ökologischer und sozialer Sicht zur Lebensqualität für die Berlinerinnen und Berliner sowie zur Attraktivität der Stadt bei.

DIE LINKE. Berlin möchte wegen der stadtklimatischen, ökologischen und sozialen Bedeutung des städtischen Grüns einen Stadtentwicklungsplan Grün aufstellen. Dieser Plan soll alle Grün- und Parkanlagen, Grünzüge und Landschaftsparks, Naturschutzgebiete, Wald, Friedhöfe, Kleingärten und Flächen für urbanes Gärtnern sowie Straßenbäume in Qualität und Quantität erfassen sowie Entwicklungsziele und Maßnahmen aufzeigen.

Grünanlagen sollen langfristig so umgestaltet werden, dass sie für den Klimawandel fit werden und an Hitzetagen und -nächten besser zur Abkühlung der Stadt beitragen. Parks und Grünanlagen müssen Schatten bieten, mit Planschen und Bassins können Abkühlungsmöglichkeiten entstehen. Wasserspender und Trinkbrunnen sollen ergänzt werden.

Zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele gehört auch, dass die Pflege der Grünflächen ökologisch ausgerichtet wird und die Belange des Artenschutzes stärker berücksichtigt werden. Teilflächen größerer Parkanlagen sollen als naturnahe Flächen entwickelt werden.

Die Straßenbäume sind nicht nur ein Stück Lebensqualität in der Stadt, sie prägen das Berliner Stadtbild maßgeblich und wirken gegen die Aufheizung von Wohnungen und Straßen. Gefällte Bäume sind daher zügig zu ersetzen, neue, die zunehmenden Trocken- und Hitzeperioden gewachsen sind, wo immer möglich zu pflanzen.

Kleingärten sind unverzichtbar für Freizeit, Natur und Stadtklima. Sie gehören zum städtischen Leben und tragen wesentlich zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Wir wollen mehr Kleingärten, Schulgärten und Interkulturelle Gärten als Orte für den Natur- und Umweltschutz. Diese grünen Orte sind, wenn nötig, planungsrechtlich zu schützen und bei unvermeidbarer Inanspruchnahme in dringendem öffentlichem Interesse in räumlicher Nähe zu ersetzen.

Wir verstehen es als Beitrag zu mehr Umweltgerechtigkeit, wenn in Kiezen mit Grünflächendefiziten, in denen vorwiegend Menschen mit geringen Einkommen wohnen, zusätzliche Flächen für die Naherholung und ein besseres Stadtklima entstehen. Das Tempelhofer Feld ist das beste Beispiel dafür, wie neue Grün- und Erholungsflächen von den Bewohnerinnen und Bewohnern der angrenzenden, dicht bebauten Stadtteile angenommen werden.

DIE LINKE. Berlin setzt sich ein für

  • die aktive Einbeziehung der Berliner Bevölkerung in die Gestaltung und Sicherung des Stadtgrüns, insbesondere bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungsplans Grün.
  • die bessere finanzielle und personelle Absicherung der Pflege und Entwicklung des Stadtgrüns durch Förderprogramme, um der Gestaltungsvielfalt von naturnahen Flächen (Insektenschutz), von Liegewiesen bis zum Schmuckbeet Rechnung tragen zu können.
  • den Ankauf oder die Umnutzung von Flächen zur Schaffung von neuen Grünflächen, wo in der Nähe von Wohnorten mit wachsender Bevölkerung Grünflächen fehlen.
  • die wirksame Anpassung der vorhandenen Grünflächen an gestiegene Nutzungsansprüche durch Veränderungen im Freizeitverhalten der Berlinerinnen und Berliner, aber auch durch Klimawandelfolgen.
  • die gemeinsame und konfliktfreie Nutzung von Grünflächen durch Menschen und Tiere. Die Einhaltung der »Spielregeln« in geschützten Grünanlagen und die verpflichtende Beseitigung des Hundekots müssen für alle Hundehalter*innen selbstverständlich sein.
  • ein praktikables Konzept für den Umgang mit Müll und verwertbaren Abfällen in Parkanlagen, in dem auch die BSR unterstützend tätig werden soll.
  • eine Überprüfung der Wirksamkeit der Berliner Baumschutzverordnung sowie der Festsetzungen zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach Eingriffen in den Naturhaushalt.