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Wahlprüfstein
 

Initiative für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung

(1) Welchen Stellenwert hat für Ihre Partei die Bildung für nachhaltige Entwicklung?

Natürlich hat die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung einen hohen Stellenwert, denn auch für uns gilt angesichts der weltweiten Entwicklung »Global denken, lokal handeln«.

(2) Welche Maßnahmen werden Sie zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes für BNE in Berlin umsetzen?
(3) Welche Aufgaben aus dem Bereich BNE oder von Teilbereichen wie der Umweltbildung haben Sie für die kommende Legislaturperiode programmatisch umgesetzt?

Zu (2) und (3)

Ob wir überhaupt etwas umsetzen können, hängt vom Ausgang der Wahl am 18. September 2016 ab.

Wir setzen uns in der nächsten Legislaturperiode dafür ein, die vom Abgeordnetenhaus 2006 beschlossene Lokale Agenda 21 unter Berücksichtigung der im Oktober 2015 von der UN beschlossenen »2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung« in einem breiten Diskussions- und Beteiligungsprozess mit der Berliner Bevölkerung zu einer gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten Jahre und unter Einbeziehung des vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements soll die Berliner Nachhaltigkeitspolitik auf gesamtstädtischer und bezirklicher Ebene einen neuen Impuls erhalten.

Das Nachhaltigkeitsprogramm muss endlich als Chance für die Stadt begriffen werden. Die Umsetzung muss in den Händen des Regierenden Bürgermeisters/der Regierenden Bürgermeisterin liegen und in der Senatskanzlei ein kontinuierlich arbeitendes Gremium geschaffen werden, dass federführend zusammen mit Beauftragten aller Senatsressorts die Aktivitäten koordiniert und gemäß dem Agenda-21-Beschluss dem Parlament berichtet. Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms ist nicht nur auf der Landesebene sondern auch auf der Bezirksebene zu sichern. Wir unterstützen deshalb die Festschreibung als Pflichtaufgabe, die dann auch mit der finanziellen Absicherung verbunden ist.

Die 2015 von der UN verabschiedeten neuen Nachhaltigkeitsziele umfassen 17 Hauptziele und 169 Unterziele. Die Beschreibung konkreter Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern würde hier den Rahmen sprengen. Von uns beabsichtigte Maßnahmen entnehmen Sie daher bitte dem Wahlprogramm, den Antworten auf themenspezifische Wahlprüfsteine oder den A-Z auf der Homepage der LINKEN. Berlin zu den Wahlen.

(4) Mit welchen konkreten Aktivitäten werden Sie »BNE – Lernen in globalen Zusammenhängen«, das in den neuen Rahmenlehrplänen für die 1. - 10. Klassen der Berliner Schulen als Querschnittsthema verankert ist, umsetzen und mit welchen Maßnahmen werden sie Akteure von BNE/ Lernen in Globalen Zusammenhängen strukturell unterstützen?

Auch hier gilt, ob wir überhaupt etwas umsetzen können, hängt vom Ausgang der Wahl am 18. September 2016 ab.

Ansonsten sind für die Umsetzung der neuen Rahmenlehrpläne für den Unterricht die Lehrkräfte in den Schulen selbst verantwortlich, ergänzt durch den außerunterrichtlichen Bereich im Schulhort, Arbeitsgemeinschaften sowie Projekttage oder Projektfahrten. Das Thema verstärkt für Schüler*innen bei der MSA-Präsentationsprüfung als einen Schwerpunkt anzuregen, ist sicher auch ein guter Ansatz.

(5) Inwieweit unterstützen Sie die Forderung nach institutioneller Förderung von Stellen, Ausstattung, Räumlichkeiten für Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes und einer langfristigen Sicherung mit dem Ziel, Angebote inhaltlich auf noch nicht ausreichend besetzte Themensegmente der BNE und in der Fläche für die Berliner Schulen zu erweitern?

Prinzipiell unterstützen wir die Forderung und werden, sollten wir in entsprechender Verantwortung sein, den Umfang der Finanzierbarkeit prüfen und Inhalte – gern auch mit Ihnen – diskutieren.

(6) Mit welchen Maßnahmen werden Sie Konzepte, den Aufbau und Betrieb überregional wirkenden Zentren für Bildung für Nachhaltige Entwicklung unterstützen, die als Anlaufstelle und Veranstaltungsort für Schulklassen, Kinder-/Jugend-gruppen und interessierte Bürger dienen und Lehrer durch Fortbildungen in der Verantwortung dieser Zentren in die Lage versetzen, das Thema ausreichend und fachlich versiert in ihren Unterricht zu integrieren?

Hier muss eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und den bezirklichen Weiterbildungseinrichtungen organisiert werden.

(7) Welche Möglichkeiten sehen Sie, diese gemeinnützigen Zentren in der Zukunft personell und finanziell abzusichern?

Wir sehen diese Zentren wie auch andere bezirkliche und überbezirkliche Einrichtungen als außerschulische Bildungsorte, für deren gesicherte Förderung wir uns seit Jahren einsetzen. Hier muss der Senat in Zukunft stärker in die Pflicht genommen werden.