Zurück zur Startseite
Wahlprüfstein
 

Verband der Ersatzkassen e.V.
Landesvertretung Berlin/Brandenburg

Fragen für die Veröffentlichung in »ersatzkasse report. Berlin«

1.
Welches Ziel verfolgen Sie bei der Versorgungsplanung im ambulanten ärztlichen Bereich, insbesondere bei der Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgungsangebote?

Die Linke sieht in der Vernetzung ambulanter und stationärer Strukturen, die sich auch im Krankenhausplan niederschlagen muss, eine wesentliche Aufgabe zukünftiger Versorgungsplanung.

Die Krankenhäuser sind für die ambulante Versorgung zu öffnen.

Schon heute übernehmen ihre Rettungsstellen außerhalb der gewöhnlichen Praxisöffnungszeiten regelmäßig wesentliche ambulante Versorgungsaufgaben.

Wo die KV ihren Versorgungsauftrag nicht erfüllen kann oder will, ist deren Monopol in Frage zu stellen.

2.
Sehen Sie unter Qualitätsgesichtspunkten in Berlin den Ausweis von 29 Krankenhausstandorten als onkologisches Zentrum bzw. onkologischen Schwerpunkt als zielführend an?

Die Konzentration der onkologischen Spezialversorgung an einigen wenigen Zentren kann sicher zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung der Patienten führen, wenn dort entsprechende ärztliche Kompetenzen gebündelt und teure Ressourcen effektiv ausgelastet werden.

Auf der anderen Seite wird sich im klinischen Alltag die Versorgung betroffener Patienten eben nicht nur auf solche Zentren beschränken lassen.

Eine qualifizierte onkologische Versorgung muss deshalb auch in der Fläche gewährleistet bleiben.