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Wahlprüfstein
 

Rettet die Ku'damm-Bühnen e.V.

1.
Welche Ziele verfolgt Ihre Partei im Umgang mit dem Theater und der Komödie am Kurfürstendamm? Sollen die beiden Bühnen – Theater und Komödie am Kurfürstendamm – erhalten bleiben? Soll nur eine der beiden Bühnen erhalten bleiben? Sollen beide Bühnengebäude abgerissen werden und durch ein neues Untergeschosstheater ersetzt werden? Sollen die Theater ersatzlos abgerissen werden? Mit welchen Mitteln sollen Land und Bezirk auf die von Ihnen bevorzugten Ziele hinwirken (z.B. Denkmalschutz, Grundbuchsicherung, B-Plan, städtebaulicher Vertrag)?

Ja, DIE LINKE. Berlin hat sich immer für den Erhalt der Theater am Kurfürstendamm ausgesprochen. Es wäre durchaus machbar, die bestehenden Theaterräume bei Umbau und Neubau des Ku`damm Karrees zu integrieren. Der Senat kann und muss dafür die nötigen Voraussetzungen schaffen und hat dazu die Abstimmung mit dem Bezirksamt zu suchen. Darauf zielte auch ein Antrag, den die Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus gemeinsam mit Bündnis 90/Die Grünen eingebracht hat und der ausdrücklich auch den Denkmalschutz für das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm umfasste.

2.
Hält Ihre Partei eine regelmäßige finanzielle Förderung der Boulevardtheater am Kurfürstendamm für angemessen und wenn ja, warum?

Für DIE LINKE. Berlin steht außer Frage, dass Theater öffentliche Zuschüsse benötigen, auch die Bühnen am Kurfürstendamm sind davon nicht ausgenommen und erhalten folgerichtig und berechtigt über den Titel »Zuschüsse zur Förderung von Unterhaltungstheatern« einen Zuschuss aus dem Kulturetat. Die Höhe des Zuschusses ist hinsichtlich seiner Angemessenheit durchaus zu überprüfen und bedarfsgerecht anzupassen. Beide Bühnen haben ihren besonderen Reiz und finden ihr Publikum. Sie blicken auf eine wechselvolle und mit namhaften Theaterleuten verbundene Geschichte zurück und sollten in der bestehenden traditionsreichen Form erhalten bleiben.

3.
Hält Ihre Partei es für angemessen, Planungs- und Baurecht für Abriss und Umbau des Kurfürstendammkarrees zu gewähren, wenn die derzeitigen rechtlichen Zweifel an der eigentumsrechtlichen Klarheit und der kaufmännischen Seriosität der Eigentümergemeinschaft nicht ausgeräumt werden können?

So lange es Zweifel an der Seriosität einer Eigentümergemeinschaft gibt, sollten keine baurechtlichen Entscheidungen getroffen werden. Viel zu oft haben in den vergangenen Jahren Spekulanten Behörden an der Nase herumgeführt, sich Vorteile verschafft und Entwicklungen behindert, die dem Gemeinwohl dienen.