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Wahlprüfstein
 

Deutsche Rheuma-Liga Berlin e.V.

1.
Mit welchen Maßnahmen wollen Sie in der kommenden Wahlperiode die Versorgung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen verbessern?

Ihre Kritik an der immer noch fehlenden Barrierefreiheit in manchem Krankenhaus können wir nachvollziehen. Hier wäre es die Aufgabe des Senats, den Häusern endlich die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, diese Missstände zu beseitigen.

Aus eigener Kraft werden die Kliniken diese Gelder kaum aufbringen können, es sei denn, sie sparen sie an anderer Stelle zulasten der Patienten ein.

Was die Kritik an der medizinischen Versorgungssituation betrifft, ist anzumerken, dass die Kassenärztliche Vereinigung nun mal den Versorgungsauftrag für die Behandlung ambulanter Patienten hat.

DIE LINKE. Berlin strebt in diesem Zusammenhang, auch im Sinne des § 116b, eine stärkere Vernetzung ambulanter und stationärer Strukturen an und befürwortet entschieden die Nutzung der Strukturen und der Kompetenz der Kliniken für die spezialfachärztliche Versorgung und sehen darin eine wesentliche Voraussetzung für ein kombiniertes trans- und interdisziplinäres Krankheitsmanagement bei rheumatischen Erkrankungen.

Auch das Entlassungsmanagement bei entsprechenden Patienten wäre auf diese Weise sicher noch verbesserungsfähig.

2.
Unterstützen Sie in der kommenden Wahlperiode die Einrichtung eines »Landesplan Therapiebäder«, um dringend benötigte Einrichtungen für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen finanziell abzusichern?

DIE LINKE. Berlin stimmt Ihnen grundsätzlich zu, dass der steigende Bedarf nach Bewegungsangeboten für Menschen mit chronischen Erkrankungen in einer stetig älter werdenden Gesellschaft eine gesellschaftlich wichtige und öffentliche Aufgabe ist, die nicht allein halbprivaten Einrichtungen und profitorientierten Unternehmen überlassen werden darf. Gerade auch, weil Betroffene mit geringen Einkommen nicht von diesen wichtigen Angeboten ausgeschlossen werden dürfen.

Ein Landesplan Therapiebäder könnte dabei ein Ansatz sein, vorhandene Strukturen besser zu nutzen und dem zusätzlichen Bedarf perspektivisch gerecht zu werden.

Auch die Benennung eines Gesundheitsziels »Mehr Bewegung« findet unsere Zustimmung.