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Wahlprüfstein
 

»Berlin braucht Schülerläden«

Kampagne 

Frage 1:
Wenn es im Kita- oder im Schulbereich staatliche, kirchliche und freie Träger mit unterschiedlichen Konzepten und Schwerpunkten gibt, warum soll das Ihrer Meinung nach für den Hort nicht gelten?

Dies gilt bereits für den Schulhort. Der Hort bzw. der offene Ganztagsbetrieb ist Bestandteil des schulischen Angebots. Er wird durch öffentliches / staatliches Personal, das für die Schulen angestellt ist, betrieben oder in einer Kooperation der Schulen mit freien Trägern gestaltet.

Frage 2:
Wird sich Ihre Partei nachdrücklich dafür einsetzen, dass in Zukunft schulunabhängige Schülerläden und freie Horte vom Senat regelfinanziert werden und welche konkreten Maßnahmen werden von Ihrer Partei zur Verfügung gestellt?

Frage 3:
Würden Sie den von uns vorgeschlagenen Gesetzentwurf unterstützen, um so wieder nötige Pluralität in die Berliner Betreuungslandschaft zu bringen?

Zu 2. und 3.:

Freie Träger für den Hort werden regelfinanziert, wenn sie Bestandteil des Ganztagskonzeptes der jeweiligen Schule sind. Ob es ein darüberhinausgehendes außerschulisches Betreuungsangebot durch freie Träger / Schülerläden geben und ob dieses dann regelfinanziert werden soll, ist in der LINKEN nicht diskutiert worden. Es war unsererseits bisher auch kein Bedarf für eine solche Debatte erkennbar. Die Einbindung des Hortes in die Verantwortung der Schulen folgt einem Ganztagsschulkonzept, das in verschiedenen Varianten (gebundener, teilgebundener und offener Ganztagsbetrieb) gestaltet und angeboten wird, jedoch auch immer einen möglichst ganzheitlichen und rhythmisierten Tagesablauf mit Wechsel verschiedener Lern- und verschiedener Entspannungsphasen für die Kinder anstrebt. Mit schulunabhängigen Schülerläden und Horten würden die Schulen dieses Ganztagsschulkonzept teilweise wieder aufgegeben müssen, zumindest für die Schulkinder, die bzw. deren Eltern, die schulunabhängige Angebote wählen. Ob dies sinnvoll ist, darüber müsste diskutiert werden und auch, ob es einen relevanten Bedarf für solche Angebote gibt.

Wir bitten zu prüfen, dieses Thema auch im Kontext des »Berliner Bündnisses Qualität im Ganztag« in die Debatte einzubringen. An den Gesprächen dazu werden wir uns gern beteiligen.