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Wahlprüfstein
 

Zahnärztekammer Berlin

Spielt das Thema »Zahn- und Mundgesundheit« in Ihrem Pateiprogramm eine Rolle?

Das Thema spielt in unserem Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September, so dezidiert, keine Rolle. Sie werden im Übrigen auch kein anderes Landeswahlprogramm finden, in dem explizit auf die »Zahn- und Mundgesundheit« eingegangen wird. Allerdings sehen wir sehr wohl die mit dem Thema Zahngesundheit verbundene Problematik.

Die im Rahmen der »Beiträge zur Gesundheitsförderung und Gesundheitsberichterstattung« in der Vergangenheit veröffentlichten Spezialberichte zur Zahngesundheit der Kinder machen den Handlungsbedarf durch einen funktionierenden Öffentlichen Gesundheitsdienst als eine der wesentlichen Säulen der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt besonders deutlich. Die Linke setzt sich deshalb für eine strukturelle und personelle Verstärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ein.

Wie beabsichtigt Ihre Partei die Mundgesundheit der Kinder in Berlin zu fördern?

Die Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen leistet seit 1990 in dieser Hinsicht bereits gute Arbeit. Die oben erwähnten Spezialberichte zur Zahngesundheit der Kinder sind regelmäßig zu aktualisieren, um weiterbestehende Defizite zu erkennen und den Handlungsbedarf entsprechend anzupassen.

Wie beabsichtigt Ihre Partei die Mundgesundheit der Älteren in Berlin zu fördern?

Die diversen Gesundheitsreformen auf Bundesebene haben vor dem Gang zum Zahnarzt für viele vor allem auch ältere Menschen den Blick ins Portemonnaie gesetzt. Hier läge der Handlungsbedarf auf der Bundesebene. Die Linke will eine Bürgerversicherung, über die alle notwendigen zahnärztlichen Maßnahmen abgedeckt werden. Das wäre der erste Schritt zu einer besseren Zahngesundheit auch der älteren Menschen.

Wie steht Ihre Partei zum Thema »Selbstverwaltung« der Heilberufe?

Die historisch gewachsene Selbstverwaltung der Heilberufe hat sich bewährt. Hier braucht es einen konstruktiven, aber auch kritischen Dialog.

Was kann Ihre Partei zur Aktualisierung der Gebührenordnung der Zahnärzte beitragen?

Dazu werden wir nichts beitragen. Wollen Sie wirklich, dass nun auch die politischen Parteien da mitmischen?

Wie beabsichtigt Ihre Partei die zahnärztliche Betreuung von Migranten zu fördern?

Die Linke fordert, die Geflüchteten und Vertriebenen, die in unserem Land Schutz suchen, schnellstmöglich auch in die zahnmedizinische Regelversorgung einzubeziehen. Die Kosten sind aus Steuermitteln zu finanzieren. Auch für Personen ohne Aufenthaltsstatus ist eine kostenlose medizinische Versorgung, einschließlich der zahnmedizinischen, zu sichern.

Wie beabsichtigt Ihre Partei die zahnärztliche Betreuung von Obdachlosen zu fördern?

Das Gesundheitszentrum der Jenny De La Torre- Stiftung in der Pflugstraße, die Praxis des Humanistischen Verbandes in der Weitlingstraße und die Obdachlosenpraxis am Stralauer Platz haben Modellcharakter. Inwieweit das Angebot noch zu erweitern wäre, müsste zum Beispiel im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz diskutiert werden. Dazu sind die Erfahrungen vor Ort auszuwerten.