Zurück zur Startseite
28. Juni 2013 DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Senat betreibt Lohndrückerei

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Elke Breitenbach erklärt:

Jetzt ist es amtlich: Beschäftigte, die im Berliner Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS) gearbeitet haben, erhalten bei einer Vertragsverlängerung deutlich weniger Lohn als zuvor. Für die gleiche Tätigkeit bekommen sie nur noch 975 Euro statt 1.300 Euro. So wie es das Programm BerlinArbeit des SPD-CDU-Senats vorsieht. Das ist offene Lohndrückerei!

Seit 2012 sind davon 1.035 Menschen betroffen. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 17/11983) hervor.

Menschen, die am gleichen Arbeitsplatz die gleiche Arbeit wie zuvor verrichten, werden mit deutlich weniger Geld abgespeist. Dafür sollen sie nur noch 30 Stunden an ihrem Arbeitsplatz tätig sein und weitere zehn Stunden unbezahlt an Coaching und Qualifizierung teilnehmen.

Der Senat weitet den Niedriglohnsektor aus und produziert immer mehr sogenannte Aufstocker. Denn die Betroffenen werden fast alle zusätzlich Kosten der Unterkunft beantragen müssen.

Das ist keine Arbeitsmarktpolitik, die neue Chancen für Langzeitarbeitslose erschließen will. Das ist perspektivlos und für die Betroffenen entwürdigend.

share
Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*


*