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13. Dezember 2016 Landesvorstand

Ernennung von Holm ist gutes Signal für eine soziale Mietenpolitik

DIE LINKE wird sich weiterhin mit ihrer Geschichte auseinandersetzen.

Zur Ernennung von Dr. Andrej Holm zum Staatsekretär für Wohnen erklärt die Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Berlin, Katina Schubert:

Ich begrüße die Entscheidung des Berliner Senats, Dr. Andrej Holm zum Staatssekretär für Wohnen zu berufen. Dr. Andrej Holm ist ein anerkannter Experte für Stadtentwicklung und zugleich weit über die Grenzen Berlins hinaus als engagierter Streiter für eine soziale Wohnungspolitik bekannt. Seine Berufung ist ein Signal, dass der neue rot-rot-grüne Senat den Kampf gegen steigende Mieten und die Verdrängung von Menschen aus ihren Kiezen ernsthaft anzugehen gedenkt. Es ist zugleich ein Zeichen, dass wir die kritische Begleitung unserer Politik durch Initiativen und Aktive aus der Stadtgesellschaft begrüßen und die begonnene Debatte mit ihnen fortführen wollen.

Angesichts der Diskussion um die kurzzeitige Tätigkeit von Dr. Andrej Holm für das MfS bekräftige ich erneut, dass die Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und dem Wirken unserer Vorgängerpartei SED für uns eine dauerhafte Verpflichtung bleibt. Wir werden uns dabei auch weiterhin der Diskussion, insbesondere mit den Opfern von politischer Verfolgung und Repression stellen. Der offene, ehrliche und kritische Umgang mit der eigenen Biografie in dieser Zeit ist und bleibt für uns eine Voraussetzung, um als Amts- oder Mandatsträger*in für DIE LINKE tätig zu werden.

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Kommentare

16. Dezember 2016, 15:24 Uhr Katina Schubert

Sehr geehrter Herr Böhme,
Andrej Holm ist spätestens seit 2007 offen mit seiner Biografie umgegangen. Damals erklärte er in einem taz-Interview, dass er sich als 14 Jähriger verpflichtet hat, später zum MfS zu gehen, dass er mit 18 Jahren seine militärische Grundausbildung beim Stasi-Wachregiment begonnen hat und dann in der Bezirksverwaltung Berlin auf den Beginn seines Studiums gewartet hat. http://m.taz.de/!5189906;m/ Das hat er nie verschwiegen. Er hat weder an Bespitzelungen, noch an Zersetzungsoperationen teilgenommen.Ich bitte Sie herzlich, seinen Lebenslauf differenziert zu betrachten.Er ist dem Irrtum aufgesessen, dass eine hauptamtliche Tätigkeit beim MfS erst nach Ausbildung und Studium begonnen hat. Dazu ist es nach 1990 nicht mehr gekommen. Deshalb hat er in einem Personalfragebogen der Humboldt-Uni unwissentliche falsche Angaben gemacht. Er hat diese nach Kenntnisnahme seiner Stasi-Akte korrigiert, aber das geschah erst vor einigen Tagen.
Wir haben ihn wegen seiner umfassenden Kenntnisse, seiner konzeptionellen Stärke auf dem Feld sozialer Wohn- und Mietenpolitik zum Staatssekretär gemacht. Diese inhaltlichen Argumente sind nach wie vor zutreffend. Mieterinitiativen, stadtpolitische Gruppen, auch etlche Menschen aus der linken DDR-Opposition stärken ihm jetzt den Rücken, weil sie wissen, was er kann und weil sie wissen, dass er eben kein klassischer Stasi-Mann war. Vielleicht können Sie sich das nochmal genauer ansehen. Mit freundlichen Grüßen Katina Schubert

16. Dezember 2016, 13:27 Uhr matthias böhme

danke an den moderator, dass er meinen beitrag frei gegeben hat...das sagt auch einiges aus..keine antwort, ist auch eine antwort...

16. Dezember 2016, 13:02 Uhr matthias böhme

ehrliche und offene umgang mit der eigenen biografie....sehe ich bei herrn holm nicht, im gegenteil, er vertuscht..in der ddr mit stasimitarbeit besser verdient und nun als staatssekretär wieder...IHR WERDET aus der VERGANGENHEIT nicht klug..ich werde NIE mehr die LINKE wählen, solange IHR in eurern eigenen Reihen nicht aufräumt...es ist zum schämen...nehmt euch brandenburg als vorbild, ab abteilungsleiter ist mit ehemaliger stasimitarbeit SENSE...nun herr holm STAATSSEKRETÄR...lachhaft

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