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15. Juni 2016im Märkischen Viertel

Besuch des Gesobau-Familientreffs

Dass im Gesobau-Familientreff im Märkischen Viertel nicht nur Freiräume zum Kennenlernen angeboten werden, sondern hier richtig Vielfalt gelebt wird, haben Felix Lederle, Robert, Yusuf und ich bei unserem heutigen Besuch schnell gemerkt. Beim „Nachbarschaftscafé“ hatten wir die Gelegenheit uns mit der Leiterin Zeinab Nasereddin und weiteren Bewohner*Innen des Märkischen Viertels über die Arbeit des Familientreffs und über die kleinen und großen Probleme des Alltags auszutauschen.

Mit der Betreuung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus den umliegenden Notunterkünften ist eine weitere Aufgabe hinzugekommen. Bemängelt wurde, dass noch immer (berlinweit!) Schulplätze für Flüchtlingskinder fehlen, so auch in Reinickendorf - und das, obwohl diese Kinder schulberechtigt und auch schulpflichtig sind. Damit verstößt das Land Berlin übrigens massiv gegen sein eigenes Schulgesetz! Problematisch ist auch die Situation der geflüchteten Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, die vom Schulgesetz nicht mehr erfasst werden und somit besonders von Perspektivlosigkeit bedroht sind. Die einzige Möglichkeit diesem Problem ein wenig entgegen zu wirken und es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht ihrem tristen Alltag ab und an zu entfliehen, bieten die Deutsch-Sprachkurse, die hier zwei mal in der Woche angeboten werden. Daher werden übrigens noch dringend Paten gesucht, die diesen Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung ihres Alltag und die Eingewöhnung in die für sie noch fremde Umgebung helfen. Das ist gelebte Willkomenskultur!

Ach ja, gekocht wird im Familientreff übrigens auch. Daher haben Felix und ich versprochen am 20. Juli gemeinsam mit Familien aus dem Märkischen Viertel zu kochen, natürlich kulturell vielfältig! Es stehen Teigtaschen mit Humus und Tabouleh-Salat auf dem Programm. Ich freue mich jetzt schon darauf.